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Logistik: Niedrigwasser des Rheins erschwert weiter die Binnenschifffahrt

Der Rhein, Deutschlands meistfrequentierte Wasserstraße, straft den großen griechischen Philosophen Heraklit Lügen. Der hatte, vor etwa 2.500 Jahren, kühn behauptet, alles fließe. Von wegen. Der gemeinhin stolze, weil breite Strom droht, zum trübsinnig tröpfelnden Tümpel zu vertrocknen. Noch immer zwingt sein Niedrigwasser die Chemieschiffe zu stark reduzierter Beladung. Fehlende Lkws und limitierte Bahnverfügbarkeiten verhindern, dass die Waren auf den Landweg ausweichen können. Wirklich geringer werden die Logistikprobleme dadurch nicht.

Wenigstens auf den Weltmeeren kehrt etwas Ruhe ein. Die Preise für einen 40-Fuß-Container (FEU) zwischen China und den USA haben erneut nachgegeben. Noch mehr an Fahrt verloren hat die Route aus China an die Ostküste Amerikas. Unverändert blieben hingegen die Raten für den Transport aus Asien nach Europa und zurück, und auch die Strecken von Nordeuropa nach China legen eine Verschnaufpause ein.