Tagesaktuelles aus der Kunststoff-Industrie

Nordamerika: Knappheit lässt Preise zum nächsten Hoch eilen

An den nordamerikanischen Polymermärkten folgt eine Schreckensnachricht der nächsten. Preise schießen von Hoch zu Hoch, und nur vereinzelt besteht die Hoffnung, dass das Elend ein Ende findet. Abnehmer mussten im Mai 2021 durchweg Aufschläge in Kauf nehmen. Auch Polypropylen war diesmal keine Ausnahme.

Die Knappheit der Polymere zieht sich durch alle Bereiche. Noch immer sind die Schäden der Winterstürme „Uri” und „Viola” nicht vollständig behoben. Selbst dort, wo die Produktion wieder angefahren werden konnte, dominieren Allokationen und Force Majeures weiter das Bild. Zu gering sind die Vorratsbestände bei allen Thermoplasten. In den vergangenen Wochen fielen erneut ungeheure Regenmengen auf die Küstengebiete am Golf von Mexiko. Durch die Niederschlagsmengen und Fluten war die Petrochemie und Polymererzeugung in Texas und Louisiana erneut im Ausnahmezustand – wenngleich die Auszeiten diesmal nur von kurzer Dauer waren.

Ein wenig Hoffnung verbreitet der gesunkene Benzolpreis, vor allem am Markt für Styrolkunststoffe und bei den technischen Thermoplasten, wie KI-Kooperationspartner RTi (Fort Worth, Texas / USA; www.rtiglobal.com) berichtet. Für Abschläge könnte dies aber höchstens bei Polystyrol reichen.