Tagesaktuelles aus der Kunststoff-Industrie

Arkema: Neues ,,Kepstan” PEKK vorgestellt

Der Chemiekonzern Arkema (Colombes / Frankreich; www.arkema.fr) hat eine neue Linie von Polyetherketonketon (PEKK) Hochleistungskunststoffen vorgestellt. Unter dem Markennamen „Kepstan” soll das Material künftig in individuellen Formulierungen vor allem für die Luftfahrtindustrie, die Ölförderung und die Elektronikbranche angeboten werden.

Dabei zeichnet sich „Kepstan 6000″ nach Herstellerangaben durch einen niedrigen Schmelzpunkt, der es besonders für den Einsatz in der Extrusion und zum Pulverbeschichten prädestiniere. „Kepstan 7000″ sei für die Verwendung in thermoplastischen Carbonfaser-Copmosites entwickelt worden und „Kepstan 8000″ aufgrund seiner hohen thermischen und chemischen Stabilität geeignet für die Ölförderung in besonders großen Tiefen. Das Material sei individuell einstellbar, so dass für spezielle Anwendungen bestimmte Eigenschaften verstärkt werden können, heißt es aus
Colombes.

Geiger Automotive: Übernahme durch japanische Sanoh

Die Investmentgesellschaft HTP (Goes / Niederlande; www.htp-investments.com) verkauft die Geiger Automotive GmbH (Murnau; www.geigerautomotive.com) und ihre Tochtergesellschaften an die europäische Einheit von Sanoh Industrial (Tokyo / Japan; www.sanoh.com). HTP meldete die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung und setzt damit die angekündigten Veräußerungspläne in die Tat um. Der Kaufpreis für das Eigenkapital beträgt 32 Mio EUR. Die Transaktion soll noch im dritten Quartal 2013 zum Abschluss kommen.

Geiger fertigt technische Kunststoffkomponenten für den Antriebsbereich und beliefert vorwiegend deutsche Premium-Automobilhersteller. HTP hatte das Unternehmen 2009 im Rahmen eines Asset-Deals aus der Insolvenz der Vorgängergesellschaft übernommen und durch Zukäufe in Deutschland sowie den USA gestärkt. Geiger erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 120 Mio EUR und ein Ebitda von rund 10 Mio EUR..

Mafic: Produktionswerk für Basaltfasern in Irland

Im irischen Kells will Mafic Black Basalt (Ireland) eine Produktion von Basaltfasern aufbauen. Die Tochterfirma der kürzlich gegründeten Mafic SA (Luxemburg) investiert mehrere Mio EUR in der rund 70 km nordwestlich von Dublin gelegenen Stadt. Die Anlage wird demnächst mit drei Öfen den Betrieb aufnehmen, innerhalb von 18 Monaten soll die Kapazität verdoppelt werden. Etwa 70 Angestellte sollen dann in dem Werk arbeiten, die ersten beginnen bereits im August. Kells soll das Exzellenzcenter und der wichtigste Produktionsstandort für Mafic werden, so das Unternehmen.

Der benötigte Basalt soll aus der Ukraine kommen und die produzierten Fasern durch Mafic Canada (Mississauga, Ontario / Kanada) zu Composites für den nordamerikanischen Markt verarbeitet werden. Mafic prüfe derzeit, ob man in Kells auch eine Pultrusion errichten soll, um die hergestellten Fasern direkt hier weiter zu verarbeiten, heißt es aus Luxemburg.

Carcoustics: Slowakisches Werk in Betrieb

Im slowakischen Novaky hat der Automobilzulieferer Carcoustics International GmbH (Leverkusen; www.carcoustics.com) ein neues Werk eröffnet. Auf dem 10.000 m² umfassenden Areal sollen im Endausbau einmal rund 200 Beschäftigte arbeiten.

Das Unternehmen, das in Senec bereits eine Produktionsstätte im Land betreibt, will in Nowaky ab Herbst 2013 zunächst Aluminium-Hitzeschilde fertigen. Im kommenden Jahr sollen Formschaumteile und Stirnwandisolationen aus Polyurethan hergestellt werden, erklärte Carcoustics-CEO Peter Schwibinger.

Olefine: EU-Produktion bleibt weiterhin sehr schwach

Die Produktion von Olefinen in Westeuropa (EU 15 + Norwegen) bleibt so bedrückt wie selten zuvor. Nahtlos knüpfte auch das Q2 des laufenden Jahres an die schon seit Mitte 2011 anhaltend deprimierenden Zahlen der offiziellen Statistik der Association of Petrochemicals Producers in Europe (Appe, Brüssel / Belgien; www.petrochemistry.net) für die Erzeugung von Ethylen und Propylen an.

Nur noch 4,59 Mio t westeuropäisches Ethylen (C2) wurden demnach in Q2 2013 produziert. Damit rutschte die Auslastung der Nominalkapazitäten von rund 78 Prozent in Q1 auf knapp 77 Prozent und zugleich auf den absoluten Tiefststand für den entsprechenden Zeitraum in den letzten acht Jahren. Mit nur 3,47 Mio t gilt das Gleiche für Propylen (C3).

Constantia Flexibles: Akquisitionen beflügeln Umsatz

Der weltweit tätige Hersteller flexibler Verpackungen Constantia Flexibles (Wien / Österreich; www.cflex.com) hat den Umsatz in den ersten sechs Monaten 2013 im Vergleich zum Vorjahreswert um 22 Prozent auf 803,4 Mio EUR gesteigert. Die Ausweitung der Verkaufsmengen geht zum größten Teil auf Akquisitionen (17 Prozent), aber auch auf organisches Wachstum (5 Prozent) zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde um 18 Prozent auf 113 Mio EUR verbessert und liegt damit um 17,6 Mio EUR über dem Vorjahreswert. Das Ebit stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 um 12 Prozent auf 61,8 Mio EUR.

Thomas Unger, CEO von Constantia Flexibles, erklärt den positiven Verlauf des bisherigen Geschäftsjahres damit, dass das auf dem täglichen Konsumentenbedarf basierende Geschäftsmodell über „nachhaltige Wachstumspotenziale” in etablierten Märkten sowie in den Schwellenländern verfüge. Im ersten Halbjahr sei es gelungen, die Präsenz in den Kernmärkten USA, Mexiko und Indien auszubauen.

KraussMaffei: Stabiler Umsatz bei leichten Verlusten

Für das zweite Quartal des Spritzgießmaschinenbauers KraussMaffei (KM, München; www.kraussmaffei.com) meldet Eigentümer Onex (Toronto / Kanada; www.onex.com) einen Umsatz von 358 Mio USD – umgerechnet 268 Mio EUR. In den ersten drei Monaten waren es 308 Mio USD, kumuliert sind es im Halbjahr also 666 Mio USD (knapp 500 Mio EUR). Unter dem Strich stand in beiden Quartalen ein identischer Verlust von 15 Mio USD.Im Geschäftsjahr 2011/12 (30. Juni) hatte KraussMaffei einen Umsatz von etwa 1 Mrd EUR erwirtschaftet, Ergebnisse wurden damals nicht genannt.

Onex erwarb die Maschinenbaugruppe Anfang 2013 für 568 Mio EUR. Zum Portfolio des Finanzinvestors gehört seit 2011 auch der Extrusionstechnik-Spezialist Davis-Standard (Pawcatuck, Connecticut / USA; www.davis-standard.com).

Borealis: Gewinneinbruch im ersten Halbjahr

Der Polyolefinerzeuger Borealis (Wien / Österreich; www.borealisgroup.com) verzeichnete im zweiten Quartal 2013 einen Nettogewinn von 83 Mio EUR und damit ein Minus von fast 26 Prozent im Vergleich zum gleichen Quartal 2012 (112 Mio EUR). Für das gesamte erste Halbjahr meldet der Konzern einen noch drastischeren Einbruch des Nettogewinns: Von 252 Mio EUR in H1 2012 um 43 Prozent auf 144 Mio EUR. Das schlechtere Ergebnis im Jahresvergleich resultiere „größtenteils aus dem rückläufigen Polyolefinmarkt in Europa”, heißt es dazu.

Der Umsatz von Borealis erhöhte sich derweil von Januar bis Juni gegenüber der Vorjahresperiode um 5,4 Prozent auf 3,96 Mrd EUR. Einen positiven Beitrag leistete dabei das Borouge-JV, das mit dem Ethan-Cracker in Ruwais einen Rekordausstoß erreichte. Die Bautätigkeit im Rahmen des „Borouge 3″-Projekts, das 2014 in Betrieb genommen werden soll, verlaufe „weiter planmäßig”.

Constantia Flexibles: Akquisitionen beflügeln Umsatz

Der weltweit tätige Hersteller flexibler Verpackungen Constantia Flexibles (Wien / Österreich; www.cflex.com) hat den Umsatz in den ersten sechs Monaten 2013 im Vergleich zum Vorjahreswert um 22 Prozent auf 803,4 Mio EUR gesteigert. Die Ausweitung der Verkaufsmengen geht zum größten Teil auf Akquisitionen (17 Prozent), aber auch auf organisches Wachstum (5 Prozent) zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde um 18 Prozent auf 113 Mio EUR verbessert und liegt damit um 17,6 Mio EUR über dem Vorjahreswert. Das Ebit stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 um 12 Prozent auf 61,8 Mio EUR.

Thomas Unger, CEO von Constantia Flexibles, erklärt den positiven Verlauf des bisherigen Geschäftsjahres damit, dass das auf dem täglichen Konsumentenbedarf basierende Geschäftsmodell über „nachhaltige Wachstumspotenziale” in etablierten Märkten sowie in den Schwellenländern verfüge. Im ersten Halbjahr sei es gelungen, die Präsenz in den Kernmärkten USA, Mexiko und Indien auszubauen.

Sasol: Verkauf der Anteile an iranischem JV Arya

Der Petrochemiekonzern Sasol (Johannesburg / Südafrika; www.sasol.com) hat sich am 16. August 2013 von allen Anteilen am Joint Venture Arya Sasol Polymer Company getrennt. Wie das Unternehmen mitteilt, werden die Anteile mit einem Buchwert von 2,3 Mrd ZAR (169 Mio EUR) von Main Street 1095 übernommen, einer iranischen Investmentfirma mit Sitz in Südafrika.

Die Südafrikaner haben nach eigenen Angaben nun keine Investitionen mehr im Iran. Seit Dezember 2011 hat Sasol immer wieder Austiegspläne durchsickern lassen, die von iranischer Seite stets dementiert wurden.

VDI: Expertenforum zum Thema Verpackungen

Die VDI-Gesellschaft Materials Engineering (Düsseldorf; www.vdi.de) lädt am 15. Oktober 2013 zum VDI-Expertenforum nach Düsseldorf ein.

Unter dem Motto „Hochleistung in Kunststoff für die Verpackung” sollen Entwicklungen bei polymeren Verpackungsmaterialien vorgestellt werden. Außerdem werden Werkzeug- und Maschinentechnik zur Erzeugung von Verpackungen präsentiert, ebenso wie zahlreiche Verpackungslösungen aus den verschiedenen Branchen.

Italien: Thermoplast-Verbrauch noch deutlicher abwärts

Im Juni sank die Produktion in Italien gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent und hängt damit nun seit fast zwei Jahren im Minus fest – auch wenn es im Vergleich zu April und Mai dieses Jahres minimal aufwärts ging. Als eine der ganz wenigen Branchen kann die Kunststoffverarbeitung dagegenhalten: Nach Zahlen des Statistikamtes Istat (www.istat.it) wuchs die Produktion um 4 Prozent zum Vormonat und lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 1 Prozent niedriger.

Das ist umso bedeutsamer, als der Verbrauch von Thermoplasten in Italien sukzessive zurückgeht. 2012 wurden nur noch 5,4 Mio t verarbeitet, das sind 9 Prozent weniger als 2011, wie Zahlen der Marktforschungsgesellschaft Plastic Consult (Mailand / Italien; www.plasticconsult.it) und des PVC Forum Italia (Mailand / Italien; www.pvcforum.it) belegen. So geringe Mengen nahmen die Verarbeiter zuletzt vor 15 Jahren ab. Seit dem Höhepunkt 2007 schrumpfte der italienische Markt damit um ein Viertel, berichtet der Branchendienst Kunststoff Information, Bad Homburg (www.kiweb.de).

Polytec: Automobilzulieferer verzeichnet Rückgänge

Der Automobilzulieferer Polytec (Hörsching / Österreich; www.polytec-group.com) hat sich etwas besser behauptet als Analysten zunächst erwarteten. Das Unternehmen litt im ersten Halbjahr dennoch unter Rückgängen bei Umsatz und Ertrag, wenngleich das bessere zweite Quartal durchaus Grund zu vorsichtigem Optimismus gibt.

Der Erlös in den ersten sechs Monaten sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent auf 232,9 Mio EUR, vornehmlich begründet durch die schwache Absatzsituation bei wesentlichen Kunden sowie überplanmäßige Kosten für Produktanläufe. Das bereinigte Ebit ging um 28,9 Prozent auf 9,8 Mio EUR zurück, der Nettogewinn auf 7,6 Mio EUR, das ist ein Minus von 37,5 Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet das Management um CEO Friedrich Huemer nur einen Verlauf auf dem Niveau des ersten Halbjahres.

K-Maschinen: Auftragseingang deutscher Hersteller steigt

Die Bestellungen für deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen haben im zweiten Quartal 2013 um 14 Prozent zugelegt. Das meldet der Fachverband VDMA Kunststoff- und Gummimaschinen (KuG, Frankfurt; http://kug.vdma.org) aktuell. „Zwar errechnet sich damit für das gesamte erste Halbjahr noch ein Rückgang von sechs Prozent“, erläutert Fachverbandsvorsitzender Ulrich Reifenhäuser, „doch freut sich die Branche nach einem Jahr mit Minusvorzeichen darüber, dass die Auftragseingänge der letzten drei Monate wieder Zuwachsraten ausweisen“. Die Umsätze des Fachzweigs erreichten laut KuG im ersten Halbjahr 2013 das Niveau des Vorjahres, wobei sie im zweiten Quartal um sechs Prozent anstiegen.

Noch auf der Basis von Daten bis April hatte der Fachverband vor kurzem einen geringfügigen Umsatzrückgang von 1 Prozent für 2013 prognostiziert. Die Branchen-Prognose werde zur K 2013 noch einmal aktualisiert, heißt es aus Frankfurt.

ISK: Titandioxid-Erzeugung in Singapur wird eingestellt

Offenbar noch in diesem Jahr will der Titandioxid-Erzeuger Ishihara Sangyo Kaisha (ISK, Osaka / Japan; www.iskweb.co.jp) das Werk in Singapur schließen. Die Produktion soll ins das Stammwerk im japanischen Yokkaichi verlagert werden.

Grund für das Aus für die ISK Singapore Pte Ltd sind höhere Infrastrukturkosten, der gegenüber dem Yen starke Singapur-Dollar sowie die geringe Kapazität der Anlage.