Tagesaktuelles aus der Kunststoff-Industrie

BASF: Hydrolysebeständiges PBT für die Autoelektrik

Die BASF SE (Ludwigshafen; www.basf.com) hat „Ultradur HR” vorgestellt, ein hydrolysebeständiges PBT.

Das Material steche nicht nur in geläufigen statischen Tests für feucht-heiße Umgebungen positiv hervor, sondern bestehe auch die Klimawechselprüfungen der USCAR-Norm Klasse 5, so BASF. Ultradur HR ist auch mit eingebautem Flammschutz beziehungsweise Lasertransparenz erhältlich. Damit eignet es sich auch für Anwendungen in Elektrofahrzeugen, etwa für Steuergehäuse oder Ladestecker, aber auch Bauteile, die aus mehreren Komponenten geschweißt werden müssen.

Arburg: Ausbau in Belgien geplant

Aufgrund des hohen Auftragsvolumens bei den „Allrounder”-Maschinen und des positiven Geschäftsverlaufs bei der Tochtergesellschaft Arburg Belgien will der Spritzgießmaschinenhersteller Arburg GmbH + Co KG (Loßburg; www.arburg.com) das Team am belgischen Standort Holsbeek schnellstmöglich verstärken. „Wir wollen künftig noch näher an unseren Kunden sein“, erklärt dazu Simon Bemong, Leiter der Arburg-Niederlassung in Holsbeek.

Nachdem der Gesamtmarkt für die Kunststoffverarbeitung in den vergangenen Jahren in Belgien deutlich gesunken war, hat sich die Lage nach Einschätzung der Arburg-Experten inzwischen weitgehend erholt. „Mit unserer innovativen Spritzgießtechnik gelingt es uns, Marktanteile zu gewinnen“, so Bemong und blickt daher optimistisch in die Zukunft. Das größte Potenzial sieht er in den Bereichen Verpackung und Automation.

Albemarle: Katalysatorproduktion in Südkorea angelaufen

Der Spezialchemie-Produzent Albemarle (Baton Rouge, Louisiana / USA; www.albemarle.com) hat die Produktion von Katalysatoren in kommerziellen Mengen am Standort Yeosu / Südkorea aufgenommen. Das Unternehmen stellt dort homogene single-site Metallocen-Katalysatoren für die Polyolefin-Produktion her, außerdem Katalysator-Komponenten wie zum Beispiel Methylaluminoxane.

Bereits seit Anfang 2012 arbeitet die Anlage, zunächst im Labor-, später im Pilotmaßstab. Im August 2012 erweiterte Albemarle dann das Werk auf dem 2010 erworbenen Areal um ein F&E-Zentrum.

Indorama: Starkes PET-Geschäft bringt Rekordumsatz

Der PET-Weltmarktführer Indorama Ventures (IVL, Bangkok / Thailand; www.indorama.net) hat den Umsatz im zweiten Quartal 2013 gegenüber der Vorjahresperiode um 9 Prozent auf 1,9 Mrd USD (rund 1,5 Mrd EUR) gesteigert. Laut IVL haben sich vor allem die Gewinnmargen in den asiatischen Märkten „bemerkenswert” erholt und in Q2 ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zu Q1 erreicht.

Das Ebitda erhöhte sich von 93 Mio USD im ersten Vierteljahr auf 144 Mio USD im zweiten, lag damit jedoch immer noch unter dem Q2-Wert 2012 von 150 Mio USD. Am besten verliefen die Geschäfte in Nordamerika.

Invista: Entwicklung von biobasiertem Butadien

Neue Technologien zur Herstellung biobasierter Industriechemikalien will Invista (Wichita, Kansas / USA; www.invista.com) zusammen mit SilicoLife (Guimaraes / Portugal; www.silicolife.com) entwickeln, einem Spezialisten für Prozessoptimierung in der Biotechnologie.

Zunächst wollen die beiden Unternehmen sich auf die Produktion von biobasiertem Butadien fokussieren, wie Invista mitteilt. Dazu trafen sie eine Vereinbarung, der zufolge Invista Know-How in den Bereichen Biotechnologie und Katalyse einbringt und SilicoLife das Metabolic Engineering und die Expertise im Bereich synthetische Biologie. An der Entwicklung von biobasiertem Butadien arbeitet derzeit auch die Eni-Tochtergesellschaft Versalis (Mailand / Italien; www.polimerieuropa.com).

Bada: Erweiterung der Kapazitäten

Am Unternehmenssitz in Bühl und am spanischen Standort Huesca hat Bada (Bühl; www.bada.de) Anfang Juni jeweils eine neue Fertigungslinie in Betrieb genommen. Der Compoundeur will auf den Anlagen vorwiegend Spezialitäten fertigen.

Im Bereich der Spezialitäten-Compounds sieht das Unternehmen gute Entwicklungsmöglichkeiten und neue Anwendungsgebiete. Darüber hinaus wurde  eine weitere TPE-Linie in Betrieb genommen. Durch ein neues Mischerkonzept sei man nun in der Lage, für die Einfärbung von technischen Kunststoffen auch Chargengrößen unterhalb einer Tonne zu realisieren, so Bada.

ZF Friedrichshafen: Verkauf der Sparte „Gummi-Kunststoff”?

Unbestätigten Gerüchten zufolge plant der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG (Friedrichshafen; www.zf.com) den Verkauf des zur Sparte „Fahrwerkstechnik” gehörenden Bereichs „Gummi-Kunststoff”. Vornehmlich niedersächsische Medienberichte berufen sich auf ein entsprechendes Schreiben, das Ende vergangener Woche im Werk in Damme verteilt worden sein soll. Als Käufer wird ein chinesisches Unternehmen vermutet. ZF-Sprecher Andreas Veil erklärte, das Unternehmen kommentiere Gerüchte nicht.

Zu dem möglicherweise betroffenen Bereich gehören in Deutschland außer der Zentrale in Damme zwei weitere Werke in Bonn und Simmern mit zusammen 1.700 Beschäftigten. Weltweit kommen Produktionsstätten in Hebron (USA), Sorocaba (Brasilien) Shanghai (China), Trnava (Slowakei) und Melbourne (Australien) hinzu.

Leifheit: Umsatz und Ebit auf Vorjahresniveau

Der Haushaltsartikelhersteller Leifheit AG (Nassau; www.leifheit.com) hat durch höhere Umsätze im zweiten Quartal 2013 die Einbußen der ersten drei Monate kompensiert. Für das erste Halbjahr berichtete das Unternehmen – bereinigt um das veräußerte Geschäft mit Dr. Oetker Backgeräte ein Umsatzplus von 0,8 Prozent auf 109 Mio EUR binnen Jahresfrist. Etwa auf dem Vorjahresniveau lag auch das operative Ergebnis von 5 (H1 2012: 5,1) Mio EUR.

Gründe für den leichten Rückgang waren unter anderem Abverkäufe von Restbeständen der Marke Dr. Oetker Backgeräte. Das Periodenergebnis sank auf 3,3 (3,5) Mio EUR.

AVK: Internationale AVK-Tagung in Stuttgart im September

Die Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. (AVK, Frankfurt; www.avk-tv.de) lädt für den 16. und 17. September zur Jahrestagung ein.

Während der Auftaktveranstaltung zur Messe „Composites Europe” werden im Stuttgarter Congresscenter Vorträge zu Themen rund um faserverstärkte Kunststoffe präsentiert, unter anderem für den Automobil- und Flugzeugbau, den Hochleistungssport sowie den Bootsbau.

Corvaglia: Geschäftsführer Schkoda verlässt Unternehmen

Der Verschlusshersteller Corvaglia (Eschlikon / Schweiz; www.corvaglia.ch) meldet das Ausscheiden von Geschäftsführer Dr. Peter Schkoda. Seine Aufgaben betreuen übergangsweise Franco Bischof, Mitglied des Verwaltungsrates, und Bernardo Osés, Geschäftsführer von Corvaglia Closures S.A. de C.V. in Mexiko.

Bischof wird die operativen Aufgaben in Eschlikon übernehmen und Osés ist für das internationale Verschlussgeschäft sowie die beiden Produktionsstandorte in Mexiko und Eschlikon verantwortlich.

Akro-Plastic: Polyketon-Compounds wieder auf dem Markt

Das Sprichwort „Was gut ist, kommt wieder” könnte gut auf aliphatisches Polyketon (PK) passen. Nachdem Shell vor immerhin 13 Jahren die Produktion von „Carilon” einstellte und das Patent in Ermangelung eines Käufers letztendlich an das Forschungsinstitut SRI International (Menlo Park, Kalifornien / USA; www.sri.com) verschenkte, ist das Material nun wieder da. Produziert wird das Roh-PK unter dem Namen „Karilon” von der Hyosung Corp (Seoul / Südkorea; www.hyosung.com).

Akro-Plastic (Niederzissen; www.akro-plastic.com) ist einer der wenigen europäischen Compoundeure, die mit dem Material arbeiten. Eine erste verfügbare Type ist nach Unternehmensangaben „Akrotek” PK mit 50 Prozent Glasfasergehalt. Polyketon gilt unter anderem als Konkurrenzprodukt für PA 12.

Nova: Chemicals: Leicht verbesserte Margen

Im ersten Halbjahr 2013 hat Nova Chemicals (Calgary, Alberta / Kanada; www.novachemicals.com) bei rückläufigem Umsatz den operativen Gewinn aus fortgeführtem Geschäft gesteigert. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum sank der Umsatz um 5 Prozent auf 2,62 Mrd USD (umgerechnet 2 Mrd EUR), während der operative Gewinn aus fortgeführtem Geschäft um 3 Prozent auf 664 Mio USD zulegte.

Grund für die leichte Margenverbesserung waren höhere Erträge aus den Segmenten „Corunna Olefins“ und „Polyethylene“, die die rückläufigen Gewinne der Sparte „Joffre Olefins“ mehr als kompensierten.

Masterflex: Schlauchhersteller steigert Umsatz

Nach einem schwachen Start ins Jahr 2013 haben die Umsätze der Masterflex SE (Gelsenkirchen; www.masterflex.de) im zweiten Quartal wieder angezogen. Für das erste Halbjahr berichtete der Hersteller von Schläuchen und Verbindungssystemen einen Anstieg von 2,5 Prozent auf 29 Mio EUR.

In dem Dreimonatszeitraum von April bis Juni waren die Erlöse gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent nach oben gegangen. Die Ertragslage beschreibt das Unternehmen als „nahezu stabil“. „Trotz aller Molltöne aus dem europäischen Wirtschaftsraum wachsen wir weiter“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Bastin. „Das ist eine klare Bestätigung unserer Strategie. Unsere Internationalisierung zeigt erste, deutlich messbare Erfolge.“

Westfälische Kunststoff Technik: Oliver Denz in Geschäftsführung

Bei der Westfälischen Kunststoff Technik GmbH (WKT, Sprockhövel; www.wkt-online.de) ist Oliver Denz zum 1. Juli 2013 die Geschäftsführung aufgerückt. Der 45-Jährige, der mit einer kleinen Unterbrechung seit 1997 im Unternehmen tätig ist, verantwortet die Bereiche Vertrieb und Marketing, Produktion, Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit. In seiner neuen Position ergänzt Denz die WKT-Geschäftsführung um Claus Brückner und Ursula Adler.

Das Extrusionsunternehmen aus Spockhövel fertigt vor allem Druck-, Gas-, Lüftungs- und Kabelschutzrohre aus PVC, PVC-C, PE-HD, PP und PVDF. Zum Produktportfolio gehören aber auch Hindernisstangen für den Reitsport.