Tagesaktuelles aus der Kunststoff-Industrie

Solvay: Starker Ausbau bei Sulfonpolymeren

Der Chemiekonzern Solvay (Brüssel / Belgien; www.solvay.com) hat nähere Einzelheiten zu den Plänen veröffentlicht, seine weltweiten Kapazitäten für Sulfonpolymere in den nächsten fünf Jahren um mehr als 35 Prozent zu erhöhen. Vorgesehen ist nun der Bau einer neuen Linie für PPSU am indischen Standort Panoli, wo es auch eine vorgelagerte Monomererzeugung gibt. Mitte 2019 soll die neue Anlage ihre volle Kapazität erreichen.

Zudem will Solvay in den USA die bestehende Produktionseinheit am Standort Marietta (Ohio) sowie die Monomererzeugung in Augusta (Georgia) erweitern. Laut der KI-Datenbank Polyglobe (www.polyglobe.nett) ist Solvay der größte Hersteller von Polysulfonen, gefolgt von BASF und Sumitomo Chemical.

Grupa Azoty: PP-Anlage in Police geplant

Der Chemiekonzern Grupa Azoty (Tarnów / Polen; www.grupaazoty.com) hat eine Erweiterung des bisherigen Propylen-Projektes im polnischen Police angekündigt. Im Downstream der vorgesehenen Propan-Dehydrierung soll nun ebenfalls eine Anlage zur PP-Produktion entstehen.

Demnach wird dort im Jahr 2022 ein vollintegrierter Komplex in Betrieb genommen. Die PDH-Anlage wird mit einer „Oleflex”-Lizenz von UOP betrieben, für die PP-Linie ist die Technologie noch nicht festgelegt. Der Investitionsplan umfasst 1,27 Mrd EUR.

Hexcel: Übernahme von Structil abgeschlossen

Wie vorgesehen gehört der Pultrusionsspezialist Structil nun vollständig zu Hexcel (Stamford, Connecticut / USA; www.hexcel.com). Der französische Produzent von Hochleistungsverbundwerkstoffen vornehmlich für Luft- und Raumfahrtanwendungen war bisher ein Gemeinschaftsunternehmen der Keramik-Sparte von Safran (Vert-le-Petit / Frankreich; www.safran-group.com) und Mitsubishi Chemical (Tokyo / Japan; www.mitsubishichem-hd.co.jp).

Das Unternehmen produziert mit 70 Beschäftigten im Werk bei Paris vornehmlich pultrudierte Profile mit Carbon- und Basaltfaser-Verstärkung sowie Epoxidharze und PUR als Matrixmaterialien. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr auf 21 Mio EUR.

K-Recycling: Bio macht Probleme bei Abfällen aus Südeuropa

Die Debatte um die Wiederverwertung biologisch abbaubarer Kunststoffe erhitzt die Gemüter. Nach Ansicht des Verbands Plastic Recyclers Europe (PRE, Brüssel / Belgien; www.plasticsrecyclers.eu) können selbst kleine Mengen von kompostierbaren Kunststoffen, die in die konventionellen Recycling-Ströme geraten, die Qualität von Rezyklaten erheblich beeinträchtigen.

Vor diesem Hintergrund bergen dem Verband zufolge Kunststoffabfälle aus Südeuropa, die in der Regel einen höheren Anteil kompostierbarer Polymere beinhalten, insbesondere bei Folienanwendungen Risiken. Dies habe eine Untersuchung gezeigt. 

PVC: Kostenweitergabe setzt den Preis-Maßstab

Die hochfliegenden Vorstellungen einiger großer PVC-Anbieter auf margensteigernde Anhebungen wurden im September 2017 durch die Marktrealitäten geerdet. Der befürchtete Exportsog nach Nordamerika wegen des Hurrikans „Harvey” trat nicht ein. So blieb es bei den Basisqualitäten des S-PVC weitgehend bei der Weitergabe der üblichen hälftigen Anrechnung der gestiegenen Ethylen-Referenzkosten. Bei den unplastifizierten Hart-PVC dagegen machten sich Steigerungen bei den Zuschlagstoffen in überproportionalen Steigerungen bemerkbar. Dies berichtet der Branchendienst Kunststoff Information (KI, Bad Homburg; www.kiweb.de) im aktuellen Online-Report.

Im Oktober treten bei der Nachfrage in der Regel erste Anzeichen des nahenden Jahresendes auf den Plan. Angebotsseitig sind keine wesentlichen Einschränkungen in Sicht. So wird es wohl bei der Weitergabe der moderaten Kostensteigerung bleiben.

PTFE: USA leiten Untersuchung gegen Dumping aus Asien ein

Auf Betreiben von Erzeuger Chemours (Europa: Genf / Schweiz; www.chemours.com) hat die US International Trade Commission (ITC, Washington, D.C. / USA; www.usitc.gov) Untersuchungen über Dumping bei Polytetrafluorethylen (PTFE) aus China und Indien aufgenommen. Erste Ergebnisse werden Ende November 2017 erwartet. Nach US-Statistiken wurde in diesem Jahr bisher PTFE im Wert von knapp 6 Mio USD aus den beiden Ländern importiert.

Große Hersteller des Hochleistungskunststoffs sind unter anderem die Shandong Dongyue Group. Nummer zwei in China ist die Changshu 3F Zhonghao New Chemical Materials Co Ltd. In Indien ist Gujarat Fluorochemicals der Platzhirsch.

PTFE: USA leiten Untersuchung gegen Dumping aus Asien ein

Auf Betreiben von Erzeuger Chemours (Europa: Genf / Schweiz; www.chemours.com) hat die US International Trade Commission (ITC, Washington, D.C. / USA; www.usitc.gov) Untersuchungen über Dumping bei Polytetrafluorethylen (PTFE) aus China und Indien aufgenommen. Erste Ergebnisse werden Ende November 2017 erwartet. Nach US-Statistiken wurde in diesem Jahr bisher PTFE im Wert von knapp 6 Mio USD aus den beiden Ländern importiert.

Große Hersteller des Hochleistungskunststoffs sind unter anderem die Shandong Dongyue Group. Nummer zwei in China ist die Changshu 3F Zhonghao New Chemical Materials Co Ltd. In Indien ist Gujarat Fluorochemicals der Platzhirsch.

PTFE: USA leiten Untersuchung gegen Dumping aus Asien ein

Auf Betreiben von Erzeuger Chemours (Europa: Genf / Schweiz; www.chemours.com) hat die US International Trade Commission (ITC, Washington, D.C. / USA; www.usitc.gov) Untersuchungen über Dumping bei Polytetrafluorethylen (PTFE) aus China und Indien aufgenommen. Erste Ergebnisse werden Ende November 2017 erwartet. Nach US-Statistiken wurde in diesem Jahr bisher PTFE im Wert von knapp 6 Mio USD aus den beiden Ländern importiert.

Große Hersteller des Hochleistungskunststoffs sind unter anderem die Shandong Dongyue Group. Nummer zwei in China ist die Changshu 3F Zhonghao New Chemical Materials Co Ltd. In Indien ist Gujarat Fluorochemicals der Platzhirsch.

Boge Rubber & Plastics: Großauftrag von Daimler

Einen über mehrere Jahre ausgelegten Großauftrag in dreistelliger Millionenhöhe hat der Automobilzulieferer Boge Rubber & Plastics (Damme; www.boge-rubber-plastics.com) von Daimler erhalten. Für den Stuttgarter Automobilhersteller soll das Dammer Unternehmen verschiedene Hybrid-Komponenten aus Kunststoff, Metall und Gummi fertigen, die in diversen Fahrzeugen der Mittel- und S-Klasse zum Einsatz kommen.

Die Order umfasst hydraulisch schaltbare Motorlager sowie nicht schaltbare Motorlager für Heckantrieb. Hinzu kommen Fahrschemellager für die Hinterachse, für die eine Leichtbau-Querbrücke in Kunststoff-Metall-Hybridbauweise entwickelt wurde. Außerdem beinhaltet der Auftrag die Getriebebrücke „LIGA“, eine Querbrücke unter dem Getriebe mit Schmiedebrücke und Gummilager im Kunststoffgehäuse.

Lanxess: Aufschläge für PUR-Polymere

Ab sofort erhöht die Geschäftseinheit „Urethane Systems“ des Spezialchemie-Konzerns Lanxess (D-50569 Köln; www.lanxess.de) weltweit die Preise für mehrere Vorprodukte in der PUR-Strecke. Abhängig vom Produkttyp sollen „Adiprene/Vibrathane“ und weitere Urethan-Prepolymere in der Verkaufsregion Europa, Nahost und Afrika (EMEA) um bis zu 800 EUR/t teurer werden, in Nord- und Südamerika um bis zu 900 USD/t und in Asien/Pazifik um bis zu 1.730 USD/t.

Für „Vibracure“ und andere Urethan-Härter sind – wiederum abhängig vom Produkttyp – Aufschläge in EMEA um bis zu 500 EUR/t, auf den amerikanischen Kontinenten um bis zu 500 USD/t und in Asien/Pazifik um bis zu 800 USD/t vorgesehen. Darüber hinaus will Lanxess für die Polyesterpolyole der Reihe „Fomrez“ in Nord- und Südamerika eine Preiserhöhung um 330 USD/t durchsetzen.

Engel: „MuCell” Kompetenzzentrum in Stuttgart eröffnet

Im Stuttgarter Technologieforum hat der Spritzgießmaschinenbauer Engel-Gruppe (Schwertberg / Österreich; www.engelglobal.com) ein „MuCell-Kompetenzzentrum” eröffnet. Hierfür wurde eine Fertigungszelle installiert, die für Kundenversuche, Entwicklungsarbeiten, die anwendungstechnische Beratung, Schulungen und die Kleinserienfertigung zur Verfügung steht.

Installiert wurden eine Engel „duo 350″ Spritzgießmaschine mit 3.500 kN Schließkraft, ein integrierter Engel „easix” Mehrachsroboter sowie eine „T-200″-Einheit vom Entwickler des MuCell-Verfahrens Trexel (Wilmington, Massachusetts / USA; www.trexel.com).

Engel: „MuCell” Kompetenzzentrum in Stuttgart eröffnet

Im Stuttgarter Technologieforum hat der Spritzgießmaschinenbauer Engel-Gruppe (Schwertberg / Österreich; www.engelglobal.com) ein „MuCell-Kompetenzzentrum” eröffnet. Hierfür wurde eine Fertigungszelle installiert, die für Kundenversuche, Entwicklungsarbeiten, die anwendungstechnische Beratung, Schulungen und die Kleinserienfertigung zur Verfügung steht.

Installiert wurden eine Engel „duo 350″ Spritzgießmaschine mit 3.500 kN Schließkraft, ein integrierter Engel „easix” Mehrachsroboter sowie eine „T-200″-Einheit vom Entwickler des MuCell-Verfahrens Trexel (Wilmington, Massachusetts / USA; www.trexel.com).

Engel: „MuCell” Kompetenzzentrum in Stuttgart eröffnet

Im Stuttgarter Technologieforum hat der Spritzgießmaschinenbauer Engel-Gruppe (Schwertberg / Österreich; www.engelglobal.com) ein „MuCell-Kompetenzzentrum” eröffnet. Hierfür wurde eine Fertigungszelle installiert, die für Kundenversuche, Entwicklungsarbeiten, die anwendungstechnische Beratung, Schulungen und die Kleinserienfertigung zur Verfügung steht.

Installiert wurden eine Engel „duo 350″ Spritzgießmaschine mit 3.500 kN Schließkraft, ein integrierter Engel „easix” Mehrachsroboter sowie eine „T-200″-Einheit vom Entwickler des MuCell-Verfahrens Trexel (Wilmington, Massachusetts / USA; www.trexel.com).

Leoni: Zweites Werk für Bordnetz-Systeme in der Ukraine

In der westukrainischen Stadt Kolomyia hat der Hersteller von Kabelsystemen für den Automobilbau Leoni (Nürnberg; www.leoni.com) ein Werk für Bordnetzsysteme eröffnet. Die Produktionsfläche von aktuell rund 6.500 m² soll Unternehmensangaben zufolge bis 2020 auf 25.000 m² erweitert werden. Hierfür investiert der Automobilzulieferer 20 Mio EUR.

Bis Ende des Jahres 2017 will Leoni bis zu 800 Arbeitskräfte für den Standort einstellen. Nach dem Ausbau ab 2021 werden dort den Planungen zufolge bis zu 5.000 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die Kabelsätze und Systeme werden in erster Linie für Automobilkunden mit Sitz in Europa gefertigt.

Kangde Group: Weltgrößte Carbonfaserproduktion in China

Im nordostchinesischen Rongcheng, Shandong, will die Kangde Group (Bejing / China; www.kangdegroup.com) bis 2023 eine Carbonfaser-Erzeugung mit einer Kapazität von 66.000 jato errichten. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete das Unternehmen mit Vertretern der Stadtverwaltung Rongcheng sowie mehrerer Banken. Die Gesamtkosten für das „Kangde Carbon Valley” werden mit 50 Mrd RMB beziffert, etwa 6 Mrd EUR.

Es wäre die weltweit größte Einzelanlage für Carbonfasern, die Kapazität wäre zudem größer als die des aktuellen Weltmarktführers Toray, der seit der Zoltek-Übernahme auf gut 43.000 jato kommt. Gleichzeitig ist in Changzhou bei Shanghai eine Fabrikation von carbonfaserverstärkten Kunststoffteilen für Luftfahrt- und Automobilanwendungen in Planung.