Tagesaktuelles aus der Kunststoff-Industrie

Jaksche: GFK-Spezialist baut Produktion in Bosnien aus

Die Jaksche Group (St. Stefan / Österreich; www.jaksche.eu) erweitert ihr Werk in Bosnien-Herzegowina. Am Standort in Aleksandrovac plant die dortige Unternehmenseinheit Jaksche Technology den Bau einer neuen Produktionshalle und die Installation zusätzlicher Kapazitäten, die bereits im Sommer 2017 den Betrieb aufnehmen sollen. Dazu erwarb der Hersteller von Composite-Bauteilen ein 20.400 m² großes Grundstück.

Die Jaksche Group entwickelt und fertigt vornehmlich großformatige GFK/FKV-Teile für Nutz- und Schienen- und Reinigungsfahrzeuge sowie Komponenten für Bau-, Agrar- und Recyclingmaschinen.

IK: Kritische Haltung gegenüber „oxo-abbaubaren” Kunststoffen

Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK, Bad Homburg; www.kunststoffverpackungen.de) hat sich mit der Publikation „Frequently Asked Questions (FAQs) zu oxo-abbaubaren Kunststoffen“ kritisch gegenüber dieser Kunststoff-Materialklasse positioniert. Hintergrund für die Veröffentlichung seien neben Medienberichten zahlreiche Anfragen aus dem Kreis der IK-Mitgliedsunternehmen sowie von Kunden der Kunststoffverpackungsbranche, berichtet der Verband.

Das Thema ist auch international von Bedeutung. Beispielsweise gibt es in Frankreich bereits ein gesetzliches Verbot oxo-abbaubarer Kunststoffe. In Großbritannien äußerte sich der Verband BPF wiederholt kritisch zu den möglichen negativen Auswirkungen der Oxo-Additive im Kunststoff-Recyclingprozess. Die IK beabsichtigt eine Versachlichung der Diskussion durch die Darstellung der wesentlichen Fakten.

IK: Kritische Haltung gegenüber „oxo-abbaubaren” Kunststoffen

Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK, Bad Homburg; www.kunststoffverpackungen.de) hat sich mit der Publikation „Frequently Asked Questions (FAQs) zu oxo-abbaubaren Kunststoffen“ kritisch gegenüber dieser Kunststoff-Materialklasse positioniert. Hintergrund für die Veröffentlichung seien neben Medienberichten zahlreiche Anfragen aus dem Kreis der IK-Mitgliedsunternehmen sowie von Kunden der Kunststoffverpackungsbranche, berichtet der Verband.

Das Thema ist auch international von Bedeutung. Beispielsweise gibt es in Frankreich bereits ein gesetzliches Verbot oxo-abbaubarer Kunststoffe. In Großbritannien äußerte sich der Verband BPF wiederholt kritisch zu den möglichen negativen Auswirkungen der Oxo-Additive im Kunststoff-Recyclingprozess. Die IK beabsichtigt eine Versachlichung der Diskussion durch die Darstellung der wesentlichen Fakten.

EuPC: Jahrestagung zusammen mit ANAIP in Madrid

Der spanische Verband der Kunststoffverarbeiter ANAIP (Madrid; www.anaip.es) und der europäische Dachverband European Plastics Converters (EuPC, Brüssel / Belgien; www.plasticsconverters.eu) veranstalten in diesem Jahr gemeinsam die Jahrestagung der europäischen Kunststoffindustrie am 1./2. Juni in Madrid. Erwartet werden über 200 Teilnehmer aus der gesamten Kunststoffverarbeitung Europas.

Die marktbezogenen Vorträge und Diskussionsrunden werden in den drei Bereichen Verpackung, Bau und Automotive angeboten. Neben dem Thema „Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft” stehen Rohstoffverfügbarkeit und Liefersicherheit auf der Agenda. Dazu werden am 1. Juni die „Best Polymer Producers Awards” verliehen.

Russland: Notierungen für PS und PE-LD ziehen signifikant an

Der russische Markt für Standard-Thermoplaste zeigte im Februar 2017 heterogene Entwicklungen. Während in der Landeswährung die Preise von PE-HD und PP weiter erodierten, stagnierten die Notierungen für PVC und PET. Dagegen zogen die Ausrufe für PE-LD und insbesondere für PS signifikant an.

Währenddessen verlor der Euro gegenüber dem Rubel im Durchschnitt fast 5 Prozent an Wert. Daher weisen alle in EUR/t umgerechneten Notierungen Zuwächse auf, im Fall der Styrolkunststoffe sogar teils gut dreistellige. Dies berichtet der Branchendienst Kunststoff Information (KI, Bad Homburg; www.kiweb.de) im aktuellen Regionen-Report. Demnach setzen sich die jeweiligen Trends im März fort.

BASF: Weltweit höhere Preise für Kunststoffadditive

Mit sofortiger Wirkung will BASF (Ludwigshafen; www.basf.de) die Preise für die meisten Kunststoffadditive anheben. Der weltweite Aufschlag beträgt 10 Prozent.

Die Preiserhöhung betrifft Antioxidantien, Lichtstabilisatoren, Flammschutzmittel und andere Additive für Kunststoffanwendungen. Begründet wird die Maßnahme mit gestiegenen Rohstoffpreisen.

Abfallwirtschaft: EU-Parlament beschließt strengere Recyclingziele

Ein positives Signal für die Kreislaufwirtschaft in Europa hat das EU-Parlament (EP) gegeben. Am 14. März hat das EP die Vorschläge der EU-Kommission zur Änderung des Abfallrechts mit diversen Änderungen in erster Lesung angenommen. Nach dem Votum der MEP soll im Jahr 2030 ein Anteil von 70 Prozent des gesamten Hausmülls recycelt werden müssen – die EU-Kommission hatte 65 Prozent vorgeschlagen.

Für Verpackungsmaterial fordern die EU-Abgeordneten ein Recyclingziel von 80 Prozent bis 2030. Die  Entsorgung von Abfällen auf Deponien soll auf 5 Prozent verringert werden – die Vorschläge der Kommission sehen bislang 10 Prozent vor.

RPC: Letica-Akquisition abgeschlossen

Der im Februar angekündigte Kauf des US-Verpackungsherstellers Letica (Rochester, Michigan / USA; www.letica.com) durch den Verpackungskonzern RPC (Rushden / Großbritannien; www.rpc-group.com) ist unter Dach und Fach.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 (30.6.) erzielte Letica einen Umsatz von 450 Mio USD und ein bereinigtes Ebitda von 57 Mio USD. Per Ende Dezember 2016 lagen die Erlöse bei 455 Mio USD und das bereinigte Ebitda bei 67 Mio USD. Vereinbart wurde vorab, dass die Briten an die Letica-Aktionäre das 7,3-fache des bereinigten Ebitda der letzten 12 Monate bezahlen, also rund 490 Mio USD. Weitere 150 Mio USD sollen bis 2019 folgen.

Röchling Automotive: Neue Produktionshalle in Peine eröffnet

Am 13. März eröffnete die Automotive-Sparte von Röchling (Mannheim; www.roechling.de) eine neue Produktionshalle im Werk Peine in Niedersachsen. Die neue Halle hat eine Fläche von 1.800 m² und ist mit einer 50-Tonnen-Krananlage sowie eigener Materialversorgung und Granulat-Trocknung ausgestattet. Mit dem Neubau erweitert Röchling Automotive die Produktionsflächen in Peine auf insgesamt 12.100 m². Gemeinsam mit einer im Frühjahr 2016 neu gebauten Logistikhalle investierte die Gruppe insgesamt 13,6 Mio EUR in Peine.

Zum Maschinenpark der neuen Produktionshalle gehören zwei Großmaschinen und diverse Folgeverarbeitungsanlagen, auf denen Fahrzeugteile für zwei große Automobilhersteller hergestellt werden. Am Standort sind rund 350 Mitarbeiter beschäftigt.

Gerresheimer: Reinraum-Werk in Pfreimd wird modernisiert

Das Werk im süddeutschen Pfreimd modernisiert die Gerresheimer AG (Düsseldorf; www.gerresheimer.de) aktuell. Im gerade fertiggestellten ersten Bauabschnitt wurde der gesamte Reinraum in Halle 2 nach 14 Jahren renoviert. Dabei wurden 3.000 m² des alten Reinraums entkernt, neu aufgebaut und um 400 m² Produktionsfläche erweitert, die Lüftung auf Fan Filter Units (FFU) umgestellt.

Insgesamt wurde dafür ein niedriger einstelliger Millionenbetrag investiert. Die Baumaßnahme sei in nur acht Wochen bewältigt worden, so Gerresheimer. Die Modernisierungen von Halle 1 und 3 sollen unmittelbar folgen.

Attero: Entsorger baut Kunststoffrecycling-Anlage

Insgesamt 25 Mio EUR investiert das Entsorgungsunternehmen Attero (Venlo / Niederlande; www.attero.nl) in den Bau einer ersten Recyclinganlage zur Aufbereitung von Haushaltsabfällen aus Kunststoff. Der Baubeginn für eine 2.800 m² große Halle am niederländischen Standort Wijster ist für Mitte März angekündigt. Wann die Anlage in Betrieb gehen soll, ist noch unklar.

Attero sammelt, zerkleinert und wäscht Haushalts- und Industrieabfälle unterschiedlicher Provenienz, unter anderem werden an den Standorten Wijster und Groningen Kunststoffsorten wie PET, PE und PP aufbereitet. Gleichzeitig betreibt der Entsorger zwei Müllverbrennungsanlagen, in denen Strom und Wärme für 350.000 Haushalte erzeugt werden.

Armacell: Übernahme der dänischen Danmat Iso

Für einen nicht genannten Betrag übernimmt Armacell International (Luxemburg; www.armacell.com) den Wettbewerber Danmat Iso Systems (Ølstykke / Dänemark; www.danmat.dk). Das Unternehmen bietet PVC-Ummantelungssysteme für Bögen, Isolierkappen und Ventile, PVC-Folien und Bänder sowie Rohrbefestigungen an und gelte hierbei als führend in Skandinavien. Die beiden Danmat-Eigentümer werden im Zuge der Transaktion das regionale Managementteam von Armacell erweitern, heißt es.

Armacell sieht sich als ein weltweit führender Hersteller von flexiblen Dämmstoffen für Anlagenisolierung sowie technische Schäume. Das Unternehmen mit Ursprung im deutschen Münster berichtete gerade einen Umsatzrekord von 559 Mio EUR für das Jahr 2016.

Omniplast: PVC-Rohrhersteller will Marktposition ausbauen

Seit dem 1. März ist Uwe Scholz neuer Geschäftsführer beim Hersteller von Kunststoffrohren Omniplast GmbH (Ehringshausen; www.omniplast.de). Er folgt auf Dr. Werner Boysen, der das Unternehmen vertretungsweise geleitet hatte.

Scholz, der direkt an Jacques Pijnenburg, den Leiter der Business Unit „Pipes” bei der kürzlich neu benannten Ivy Group (Reims / Frankreich; www.ivy-group.com) berichtet, soll die Marktposition der Omniplast GmbH in der gleichnamigen Ivy-Rohrsparte systematisch ausbauen.

APK Aluminium und Kunststoffe: Michael Hoffmann leitet Vertrieb

Erneuter Wechsel im Vertrieb beim Recyclingunternehmen APK Aluminium und Kunststoffe AG (Merseburg; www.apk-ag.de): Zum 1. April übernimmt Michael Hoffmann die Verantwortung für Vertrieb und Marketing vom bisherigen Leiter Fritz Weidner. Weidner war erst Anfang Januar zum Vertriebsleiter berufen worden und hat das Unternehmen mit unbekanntem Ziel verlassen.

Hoffmann war bis August 2015 Geschäftsführer der RePlano GmbH und zuletzt für die Bösel Plastic Management GmbH im Vertrieb tätig. APK Aluminium und Kunststoffe verarbeitet Kunststoffabfälle aus der Verpackungs- und Automobilindustrie. Das Unternehmen mit 70 Beschäftigten peilt für 2017 einen Umsatz von 10 Mio EUR an.

Elix: ABS-Materialien für den 3D-Druck

Nach der Vorstellung erster ABS-Typen für den 3D-Druck auf der „K 2016″ in Düsseldorf hat Elix Polymers (Tarragona / Spanien; www.elix-polymers.com) die Entwicklung weiterer entsprechender ABS-Spezialmaterialien angekündigt.

Einige davon wurden bereits in der Produktion von Filamenten, bei 3D-Drucker-Herstellern und bei den Produzenten der Endprodukte validiert, welche die Fused Filament Fabrication (FFF) einsetzen. Bisher verfügbar sind ein Standard-ABS, ein ABS-Produkt für den Lebensmittelkontakt und medizinische Anwendungen, eine schlagfeste Sorte, ein Produkt mit verbesserter Haftung für komplexe Bauteile sowie ein mit Naturfasern verstärktes ABS.