Tagesaktuelles aus der Kunststoff-Industrie

DuPont: Weltweite Aufschläge für Titandioxid

Zum 1. Oktober 2013 will der Geschäftsbereich „Titanium Technologies“ von DuPont (Wilmington, Delaware / USA; www.dupont.com) die Preise für die Titandioxid-Produkte der Marke „Ti -Pure” anheben.

In Lateinamerika, der Region Asien/Pazifik, dem Nahen Osten und Afrika sowie den in US-Dollar fakturierenden Märkten Europas beträgt der Aufschlag 100 USD/t. 75 EUR/t mehr will DuPont im Euroraum sowie angrenzenden, ebenfalls in Euro abrechnenden Ländern verlangen. In Nordamerika schlägt die Erhöhung mit 110 USD/t zu Buche.

Messen: Fast 9.200 Besucher auf der Composites Europe 2013

Die Veranstalter der Fachmesse „Composites Europe 2013“ (17.-19. September; www.composites-europe.com) in Stuttgart haben einen Besucheranstieg von 30 Prozent gegenüber der Vorveranstaltung aus dem Jahr 2011 gemeldet. Zu der Composite-Messe, die jährlich abwechselnd in Stuttgart oder Düsseldorf stattfindet, kamen 2013 insgesamt 9.171 Besucher. Dies war aber weniger als erwartet: Der Der Messeveranstalter Reed Exhibitions Deutschland hatte mit 10.000 Besuchern gerechnet.

Ihre Innovationen präsentierten 406 Aussteller – ein Plus von 26 Prozent gegenüber 2011. Erstmals wurde die Messe durch die „Hybrid Expo“ flankiert. Die nächste „Composites Europe“ findet vom 7. bis 9. Oktober 2014 in Düsseldorf statt.

Repsol: Weitere Vertriebspartner für Polyolefine

Die Chemiesparte von Repsol (Madrid / Spanien; www.repsol.com) hat das Distributionsnetz für Polyolefine in Deutschland erweitert. Neue Vertriebsabkommen für PE, PP, EVA und EBA schloss das Unternehmen mit der Hemi Plast Folien GmbH (Pommelsbrunn; www.hemiplast.de) und Kunststoffexpress Handel GmbH (Bielefeld; www.kunststoffexpress.de).

Weiterer Distributionspartner für den deutschen Markt ist die D&B Handel GmbH (Tostedt; www.dbhandel.de). In Europa hat Repsol Vertriebsvereinbarungen für Polyolefine ferner in der Schweiz (DKSH), Frankreich (Gazechim , Polymix und Quimidroga), Italien (Acroplex und Gazechim) sowie auf der Iberischen Halbinsel (Quimidroga , Ibiplast-Teniplast , Termonor und Poliversal).

Gabler Thermoform: Muttergesellschaft vor Übernahme

Die Gabler Maschinenbau GmbH (Lübeck; www.gabler-maschinenbau.de), die Muttergesellschaft der Gabler Thermoform GmbH & Co KG, steht vor der Übernahme durch die Unternehmensgruppe Possehl Mittelstandsbeteiligungen GmbH & Co KG (Lübeck; www.possehl.de). Die Transaktion muss noch von den Kartellbehörden abgesegnet werden.

Gabler Thermoform fertigt mit rund 80 Mitarbeitern Thermoformmaschinen und -zubehör für die Verpackungsindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Anlagen für Lebensmittelverpackungen, wie zum Beispiel Joghurt- und Margarinebecher. Die Muttergesellschaft Gabler Maschinenbau stellt vor allem Ausfahrgeräte und Komponenten im Bereich der Marine- und Meerestechnik her.

ClickPlastics: Standard-ABS zur Galvanisierung von IRPC

Ein Standard-ABS zur Galvanisierung von IRPC (Muang Rayong / Thailand; www.irpc.co.th) bietet der europäische IRPC-Exklusivdistributeur ClickPlastics AG (Bensheim; www.clickplastics.de) jetzt an. Die ABS-Type „GA800″ biete beste Voraussetzungen zur Veredelung im Galvanikbad und sei sowohl im Innen- als auch Außenbereich für entsprechende Dekorbauteile einsetzbar, ohne dass mechanische Eigenschaften eingeschränkt würden, heißt es aus Bensheim.

Neben dem Preisvorteil gegenüber Spezialtypen zeigten sich in der Verarbeitung über die komplette Prozesskette hinweg weitere Effizienzsteigerungen durch einen optimierten Verarbeitungsprozess mit geringeren Schmelztemperaturen und Werkzeugtemperaturen, einen niedrigeren Spritzdruck sowie einer daraus resultierenden geringeren Zykluszeit.

Toyoda Gosei: Neue Werke in Nordamerika

Gut 20 Mio EUR investiert der Automobilzulieferer Toyoda Gosei (Tokyo / Japan; www.toyoda-gosei.co.jp) in gleich drei neue nordamerikanische Werke, die vornehmlich Teile für Toyota, aber auch für die drei großen US-Autobauer produzieren sollen.

Im kanadischen Stratford hat vor Kurzem ein Werk der Tochtergesellschaft TG Minto für Innenraumteile wie Abdeckungen und Instrumententafeln die Produktion aufgenommen. Gleichzeitig nahm die TG Fluid Systems eine Produktionsstätte für Rohre, Schläuche und Kunststoff-Kraftstofftanks im US-amerikanischen Howell, Michigan, in Betrieb. Werk Nummer drei zur Produktion von Gummischläuchen für den Kühlwassertransport entsteht derzeit im mexikanischen Matamoros.

Composites: AOC, Ashland und Interplastic erhöhen Harzpreise

Auch die übrigen der großen Harzerzeuger schließen sich der Preisrunde bei Composite-Rohstoffen zum Beginn des vierten Quartals an: AOC (Collierville, Tennessee / USA; www.aoc-resins.com), Ashland (Dublin, Ohio / USA; www.ashland.com) und der Geschäftsbereich „Thermoset Resins” der Interplastic Corporation (St. Paul, Minnesota / USA; www.interplastic.com) haben für den 1. Oktober 2013 Aufschläge angekündigt.

AOC will in Europa für alle Produkte 80 bis 100 EUR/t mehr verlangen. Ashland Performance Materials plant eine Erhöhung von 75 EUR/t für alle ungesättigten Polyesterharze, Gelcoats und Epoxy-Vinylesterharze in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Interplastic will ebenfalls mit umgerechnet rund 100 EUR/t nachziehen. 

DK Kunststoff-Service: Distributeur auf Wachstumskurs

Das 2007 von den Geschäftsführern Dieckmann und Kralj gegründete Unternehmen DK Kunststoff-Service GmbH (Bielefeld; www.dk-kunststoffe.de) ist im letzten Jahr stark angewachsen. Die Zahl der Mitarbeiter ist von sechs auf neun angestiegen. Aufgrund des Zuwachses hat der Distributeur im Frühjahr 2013 auch neue Büroräume bezogen.

DK Kunststoff-Service vertreibt Polyamide, PP-Compounds, TPE, TPU und spezielle Additive und besitzt Vertriebspartnerschaften mit Multibase (St. Laurent du Pont /Frankreich; www.multibase.com), EMS Chemie (Domat / Schweiz; www.ems-group.com) und RIA Polymers (Zimmern; www.ria-polymers.de). Das Ursprungsgeschäft Vertrieb hat das Unternehmen mittlerweile um die technische Unterstützung und Projekt-Beratung erweitert.

Kobusch: Installation einer 9-Schicht-Blasfolienextrusionsanlage

Der Folien- und Verpackungsspezialist Kobusch (Warburg; www.kobusch.com) installiert am Standort Halle in Westfalen eine neue 9-Schicht-Blasfolienextrusionsanlage des Herstellers Reifenhäuser Kiefel (Worms, www.kiefel.com). Die Investitionskosten betrugen 3,5 Mio EUR, wie das Unternehmen mitteilt. Für die neue Anlage, die eine Hallenhöhe von 19 Metern benötigt, musste Kobusch eigens die Produktionshalle umbauen.

Auch am Hauptsitz in Warburg investierte das Unternehmen, das der Investmentgesellschaft Sun Capital Partners gehört, in den Ausbau der Kapazitäten. Kernstück der Investitionen ist eine 3,5 Mio EUR teure Flexodruckmaschine aus dem Hause Bobst (Lausanne / Schweiz; www.bobstgroup.com).

La Seda: Verkauf von drei Werken vorgeschlagen

Der Aufsichtsratsvorsitzende des insolventen PET-Konzerns La Seda (Barcelona / Spanien; www.laseda.es) hat die vom Gericht eingesetzte Verwaltung am 12. September 2013 offiziell um die Genehmigung gebeten, drei Produktionswerke in Spanien und in der Türkei verkaufen zu dürfen. Die als einigermaßen profitabel geltenden Einheiten sollen dabei im Wettbewerbsverfahren an die besten Bietenden abgegeben werden.

Betroffen davon wäre zum einen Industrias Quimicas Asociados (IQA, Tarragona / Spanien). Zum zweiten handelt es sich um das PET-Werk von Artenius Espana in El Prat de Llobregat bei Barcelona. Das dritte in Frage stehende Werk ist die PET-Anlage von Artenius TurkPET im türkischen Adana.

Oxea: Höhere Preise für Neopentylglykol

Zum 1. Oktober 2013 will Oxea (Dallas, Texas / USA; www.oxea-chemicals.com) die Preise für Neopentylglykol (NPG) anheben. Für Europa ist ein Aufschlag von 100 EUR/t vorgesehen, in Nordamerika soll NPG um 0,05 USD/lb teurer werden und in Lateinamerika sowie Asien um 150 USD/t.

Die Standard-Glykol-Komponente NPG kommt in Polyesterharzen für industrielle Beschichtungen und in glasfaserverstärkten Kunststoffen zum Einsatz. Außerdem wird NPG auch zur Herstellung von Polyesterpolyolen verwendet, woraus unter anderem auch Polyurethanlacke für die Automobilindustrie entstehen.

LBKW: Neuer Name für Elwa Plastikmaschinenbau

Seit dem 1. Juli 2013 operiert die ehemalige Elwa Plastikmaschinenbau unter dem neuen Namen LWKB Langer Weher Kunststoffmaschinen Bau GmbH (Langerwehe; www.lwkb.de). Hintergrund für die Umbenennung war ein verlorener Markenrechtstreit, wie der Anbieter von Bodennahtschweißmaschinen und Zusatzaggregaten mitteilt.

Das Unternehmen aus Langerwehe, zu dessen Leistungen auch ein Ersatzteil- und Reparatur-Service sowie Schulungen gehören, agiert bereits seit 40 Jahren am Markt.

Lukoil: PVC-Anlagen bei Karpatneftekhim laufen wieder

Nach einjährigem Stillstand hat Lukoil (Moskau / Russland; www.lukoil.com) bei der Tochtergesellschaft Karpatneftekhim (Kalush / Ukraine; www.knh.com.ua) den Betrieb wieder aufgenommen. Hintergrund der Abschaltung waren Unstimmigkeiten zwischen dem russischen Ölkonzern und dem ukrainischen Staat.

Der Start der Anlagen war bereits zwei Mal angekündigt und dann doch wieder verschoben worden. Zuletzt hieß es, die Produktion in Kalush werde frühestens Ende 2013 wieder angefahren.

Nabaltec: Repräsentanz in China eröffnet

Die Nabaltec AG (Schwandorf; www.nabaltec.de) eröffnete am 1. September eine eigene Repräsentanz in Shanghai / China. Der Produkt-Manager Funktionale Füllstoffe Hank Xue steht den Nabaltec-Kunden in China und Ost-Asien damit jetzt als direkter Ansprechpartner zur Verfügung.

Man möchte noch stärker als bisher auf die regionalen Anforderungen der Märkte in China und Ost-Asien eingehen, heißt es aus Schwandorf. In Zusammenarbeit mit den bereits seit vielen Jahren vor Ort agierenden Vertretungen und Distributoren werde Xue den technischen Service und die Geschäftsentwicklung in allen Bereichen weiter vorantreiben.

Arkema: Schließung des Weichmacherwerks Chauny

Am 19. September 2013 steht ein unangenehmes Thema für die Vertreter der 71 Beschäftigten des Werk Chauny von Arkema (Colombes / Frankreich; www.arkema.com) auf der Tagesordnung. Das Management will ihnen in der Konzernzentrale bei Paris die Gründe für die geplante Schließung des Werks erläutern, die für März 2014 vorgesehen ist.

Unternehmenssprecher Gilles Galinier erklärte auf Nachfrage, das Werk im Nordosten von Paris leide seit Jahren unter den europäischen Überkapazitäten für das Polyesterharz-Vorprodukt Phthalsäureanhydrid und den Weichmacher Dioctylphthalat und arbeite defizitär.