Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Haidlmair: Zwei neue Unternehmen präsentieren Werkzeug-Innovationen

Einbausituation der neuen Heißkanaldüse FDU SLS von Haidlmair. (Foto: Haidlmair)

Einbausituation der neuen Heißkanaldüse FDU SLS von Haidlmair. (Foto: Haidlmair)

Die Präsentation zwei neuer Unternehmen bestimmt den Auftritt der Haidlmair GmbH, Nußbach (Österreich), auf der K 2019. Die erste Neugründung betrifft die FDU Hotrunner GmbH, die seit Frühjahr 2019 in Frankenthal angesiedelt ist. Das Unternehmen verantwortet den Vertrieb und die Weiterentwicklung der FDU (Flat Die Unit), einer Innovation, die auf der K 2016 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und inzwischen in verschiedensten Ausführungen am Markt erhältlich ist.

Bei der FDU handelt es sich um ein innovatives Heißkanal-System, das besonders durch seine optimierten Eigenschaften in Bezug auf Scherung/Wärme, Energieverbrauch, Einspritzdruck und reduzierter Zykluszeit besticht. Das System wurde bereits in vielen Haidlmair-Werkzeugen verbaut und konnte dort zum Großteil herausragende Produktivitätsvorteile erzielen. Auf der K 2019 präsentiert FDU Hotrunner die neueste Entwicklung der Düse, die sogenannte FDU SLS (Slot Lock System). Diese neuartige Verschlusstechnologie der FDU basiert auf dem Prinzip eines Schwertverschlusses.

Die FDU SLS besticht vor allem durch seine einzigartige Führung und Verdrehsicherung des Schwertes ohne den Schmelzestrom zu teilen. Dadurch sind Querschnittsflächen von bis zu 175 mm² Austrittsfläche möglich und es können sehr große Schussvolumina stressfrei und außerordentlich schnell in die Kavität gebracht werden, ohne dass eine hohe Friktionsenergie entsteht. Zusätzlich ist eine Anspritzung auf eine Rippe möglich, was wiederum eine höhere Flexibilität bei der Konstruktion in der Anordnung der Heißkanäle mit sich bringt.

Weitere Vorteile sind der noch geringere Bedarf an spezifischem Einspritzdruck gegenüber der herkömmlichen FDU, keine Freistrahlbildung und eine besonders gute Nachdruckwirkung bis in die letzten Ecken des Bauteils. Die FDU hat bisher schon mit Zykluszeitreduktionen von bis zu 25% ermöglicht. Mit der SLS-Version kann die Zykluszeit noch einmal verkürzt werden.

Live zu erleben ist die Entwicklung unter anderem direkt am Haidlmair-Stand. Dort wird auf einer Spritzgießmaschine von Krauss Maffei ein Werkzeug von Haidlmair, ausgestattet mit der neuen Düsentechnologie, in Aktion zu sehen sein. Produziert wird ein Designbehälter, der vielseitig einsetzbar ist. Zusätzlich laufen weitere Werkzeuge mit herkömmlichen FDU-Versionen auf den Ständen von Erema und Woojin.

Diese Werkzeuge und noch zwei weitere, die auf den Ständen von Engel und Sumitomo Demag zu besichtigen sind, sind mit einem weiteren Produkt ausgestattet, das in der Entwicklungsabteilung von Haidlmair entstanden ist und ab September 2019 vom neuen Unternehmen Digital Moulds am Markt vertrieben wird. Es handelt sich hierbei um das Werkzeugüberwachungssystem Mould Monitoring, das ebenfalls auf der K 2016 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Das System erlaubt eine aktive und umfassende Kontrolle des Werkzeuges im Spritzprozess. Verschiedenste Spritzparameter, wie Zykluszeit, Vorlauftemperatur, Durchfluss oder Forminnendruck können damit überwacht und über die gesamte Werkzeuglebensdauer ortsunabhängig dokumentiert werden. Zusätzlich wird durch die durchgängige Überwachung auch die Planbarkeit von Wartungen und Services erheblich verbessert, um Stillstandzeiten zu minimieren und die Produktion noch besser zu organisieren.

Neben Mould Monitoring, das bereits am Markt erhältlich ist, gibt die Digital Moulds GmbH einen ersten Einblick in eine Innovation, die den gesamten Lebenszyklus eines Werkzeuges von der ersten Idee des Kunden bis zum Ende der Lebensdauer transparent und zentral dokumentiert und dargestellt. Das sogenannte Mould Lifecycle Management ist eine cloudbasierte Softwarelösung, die in einer Datenbank alle relevanten Informationen, Dokumente, Zeichnungen, Parameter etc. sammelt.

Alle am Projekt Beteiligten (OEM, Werkzeugbauer, Lohnfertiger) haben die Möglichkeit auf den gleichen Wissenstand zuzugreifen und vermeiden somit zeitaufwändige Suchvorgänge von Daten oder ähnlichem. Außerdem hat vor allem der OEM immer den Überblick über die Fertigung seines Werkzeuges beim Werkzeugbauer und die Produktion seines Bauteils beim Lohnfertiger, alles natürlich zeit- und ortsunabhängig.

Neben den ganzen Neuheiten informiert Haidlmair, dass in diesem Jahr auch sein 40-jähriges Unternehmensjubiläum feiert, auch über seine Kernkompetenzen. Das Unternehmen bietet mit seinen Hochleistungsspritzgießwerkzeugen seinen Kunden nach eigenen Angaben einen Produktivitätsvorteil. Mit seinem „One stop for higher productivity“, von der Idee des Kunden, Prototyping und Konstruktion über Fertigung und Musterung bis hin zur Produktanalyse mithilfe eines Computertomographen und einem umfassenden After Sales Servicebietet Haidlmair alles aus einer Hand.

www.haidlmair.at

Dieser Anbieter stellt auf der K 2019 Düsseldorf in Halle
					12 am Stand 12-E49 aus
Halle: 12
Stand: 12-E49

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