Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Hekuma: Vollautomatisierte Produktionslinie für Laborgefäße

Aufgrund der Covid19-Pandemie ist in den vergangenen Monaten die Nachfrage nach kleinen Laborgefäßen und Fläschchen deutlich gestiegen. Diese medizinischen Verbrauchsmaterialien werden ebenso für den Nachweis des Krankheitserregers als auch für den Antikörpertest eingesetzt.

Die vollautomatisierte Produktionslinie Hekulab dient der Herstellung von Laborgefäßen und Fläschchen. (Foto: Hekuma)

Die vollautomatisierte Produktionslinie Hekulab dient der Herstellung von Laborgefäßen und Fläschchen. (Foto: Hekuma)

Um dem steigenden Bedarf an Einweg-Kunststoffteilen im medizinischen Markt gerecht zu werden, müssen die Hersteller ihre Arbeitsabläufe weiter automatisieren und Kapazitäten aufstocken. Mit ihrer vollautomatisierten Produktionslinie – der Hekulab – hat Hekuma, Hallbergmoos, ein Konzept für Unternehmen entwickelt, die genau diesen Laborbedarf wie Reaktionsgefäße, Küvetten, Mikroröhrchen usw. herstellen.

Hoher quantitativer Output

Die Hekulab-Automation sorgt für einen hohen quantitativen Output. Die Basis dafür ist, dass der Entnahmegreifer in einer Fahrt Teile aus bis zu 128 Kavitäten aus dem Spritzgießwerkzeug entnehmen kann. Ein weiterer Grund für die hohe Quantität ist die zeitliche Optimierung, die durch eine sehr kurze Werkzeugoffenzeit von weniger als einer Sekunde bei Verwendung einer horizontalen Spritzgießmaschine erreicht werden kann. Dazu wird die Werkzeugposition über zusätzliche Wegsensoren auf der Maschinenschließeinheit abgefragt. Ausgelöst vom Sensor wird das Startsignal für die Einfahrbewegung somit früher gegeben. Insgesamt sind mit dieser Hochgeschwindigkeitsautomation Zykluszeiten von fünf Sekunden möglich.

Erfüllung von Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen

Der Entnahmegreifer kann in einer Fahrt Teile aus bis zu 128 Kavitäten aus dem Spritzgießwerkzeug entnehmen. (Foto: Hekuma)

Der Entnahmegreifer kann in einer Fahrt Teile aus bis zu 128 Kavitäten aus dem Spritzgießwerkzeug entnehmen. (Foto: Hekuma)

Präzision und Sauberkeit sind bei der Herstellung von Medizinprodukten unerlässlich. Je geringer der Kontakt mit dem Produkt und je präziser die Produktion, desto geringer das Risiko von Kontaminationen bei der Verwendung der Gefäße und Fläschchen. Die vollautomatisierte Hekuma-Anlage erfordert durch saubere Oberflächen und ausgeklügelte Technik nur wenige Eingriffe des Bedienpersonals. Dies kommt sowohl der Qualität des Medizinproduktes zugute und verbessert zugleich die Gesamtsystemverfügbarkeit.

Die Hekulab-Plattform bietet auch die Möglichkeit der sogenannten „Unique Device Identification“ (UDI), um eine vollständige Rückverfolgbarkeit des Produktionsprozesses zu gewährleisten und damit die Sicherheit zu erhöhen.

Robuste und kompakte Bauweise

Alle Komponenten des Systems werden mit hochwertigen Materialien gefertigt. Diese robuste Bauweise sorgt für eine zuverlässige, langlebige und wartungsarme Anlage. Darüber hinaus hat die gesamte Produktionszelle einen geringen Platzbedarf, so dass das kompakte Design Einsparpotenziale für Material und räumliche Kapazitäten bietet. Somit ermöglicht die Hekulab durch Kosteneffizienz weitere Produktionskapazitäten für den Hersteller.

Flexible Lösungen

Der Aufbau zielt darauf ab, ein hohes Maß an Flexibilität zu bieten, so dass die Anlage variabel, je nach Anforderungen des Herstellers modifiziert werden kann. Der Entnahmegreifer kann für unterschiedliche Werkzeuglayouts gefertigt werden, um der Vielfalt an Laborprodukten, den Produktspezifikation sowie der Kavitätenanzahl gerecht zu werden.

Das Konzept ermöglicht es auch, verschiedene Verpackungsmodule zu integrieren, so dass bis zu 500 Einweg-Laborteile vollständig kontaktlos in einem Beutel, einer Tüte oder anderen Verpackungsmöglichkeiten abgefüllt werden können. Darüber hinaus ist eine Beschriftung der Verpackungseinheiten möglich.

www.hekuma.com

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