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Masotina: Zielgenaue Kunststoffsortierung steigert Recyclingvolumen und Materialreinheit

Dieser PR-Bericht wird Ihnen bereitgestellt von Tomra.

Masotina betreibt eine der größten europäischen Materialverwertungsanlagen für die Trennung und Rückgewinnung von Kunststoffen aus Siedlungsabfällen. (Foto: Tomra)

Masotina betreibt eine der größten europäischen Materialverwertungsanlagen für die Trennung und Rückgewinnung von Kunststoffen aus Siedlungsabfällen. (Foto: Tomra)

Masotina S.p.A. mit Sitz in Corsico in der italienischen Region Lombardei betreibt eine der größten europäischen Materialverwertungsanlagen (Material Recovery Facility – MRF) für die Trennung und Rückgewinnung von Kunststoffen aus Siedlungsabfällen. Das Unternehmen nutzt in dieser Anlage 32 Autosort-Maschinen von Tomra Recycling, dem norwegischen Spezialisten für sensorgestützte Sortierung, um große Kunststoffmenge, die vornehmlich aus Haushaltsabfallsammlungen und zum Teil auch aus gewerblichen Abfällen stammen, zu sortieren und zurückzugewinnen. Dank Tomras Technologie der neusten Generation profitiert Masotina heute von den Vorteilen einer maßgeschneiderten Kunststoffsortierlösung.

Die MRF von Masotina wurde entwickelt und aufgebaut, um Siedlungsabfälle mit hohem Kunststoffanteil, die als wertvolle Ressource anzusehen sind, so vorzubehandeln, dass sie für die spätere Wiederverwendung und das Recycling in Übereinstimmung mit den Anforderungen von drei italienischen Verpackungs- und Recyclingkonsortien geeignet sind.

Die MRF des Unternehmens in Corsico verfügt über 32 Autosort-Anlagen von Tomra Recycling auf drei Linien, auf denen insgesamt eine jährliche Menge von 250.000 t Kunststoffe aus Post-Consumer-Abfällen und gewerblichen Abfälle verarbeitet werden können.

Sebastiano Chizzali, General Manager von Masotina, führt dazu aus: „Als Pioneer Point Partners unser Unternehmen im Jahr 2011 erwarb, wurde in hohem Maße in Management und Technologie investiert, wodurch sich die Gruppe seither zu einem der führenden Akteure in der Kunststoffrückgewinnung und -verwertung entwickeln konnte.“

Im Jahr 2014 wurden Autosort-Einheiten von Tomra Recycling in einer Vorsortier- sowie einer Aufbereitungslinie installiert. 2019 wurden zusätzliche Einheiten hinzugefügt, um die Erweiterung um zwei weitere Linien zu unterstützen.

Sauber nach Polymer und Farbe getrennte Kunststofffraktionen

Mit über 32 Autosort-Anlagen von Tomra werden jährlich 250.000 t Kunststoffe aus Post-Consumer- und gewerblichen Abfällen verarbeitet. (Foto: Tomra)

Mit über 32 Autosort-Anlagen von Tomra werden jährlich 250.000 t Kunststoffe aus Post-Consumer- und gewerblichen Abfällen verarbeitet. (Foto: Tomra)

„Die Anlagenkonfiguration ist sehr flexibel und versetzt uns in die Lage, Eingangsmaterial zu verarbeiten, das aus getrennten Einzelstromsammlungen von Post-Consumer- und Gewerbeabfällen besteht“, erklärt Chizzali. „Die Linien sind so konzipiert, dass sie saubere Kunststofffraktionen sowohl nach Polymer als auch nach Farbe sortieren und zurückgewinnen. Zur Optimierung der Sortierprozesse in der Anlage wurde eine sensorbasierte Sortiertechnologie gewählt. Wir haben uns für Tomra als Technologiepartner entschieden, weil das Unternehmen für innovative, ausgefeilte und zuverlässige Lösungen steht – alles grundlegende Anforderungen an einen Partner, der die Kerntechnologie für unser Geschäft liefert.“

„In Zusammenarbeit mit Tomra konnten wir eine Anlage zur Kunststoffrückgewinnung entwickeln, die wir so anpassen können, dass wir die unterschiedlichen Anforderungen unserer Kunden erfüllen“, so Chizzali weiter. „Für uns ist das mit Tomra aufgebaute Vertrauensverhältnis ebenfalls sehr wichtig. Sie haben nicht nur unsere engen Zeitvorgaben für die Installation eingehalten, sondern uns auch geholfen, unsere Rückgewinnungsprozesse effektiv und effizient zu gestalten und zu optimieren.“

Francesca Romana Febbo, Managerin für Qualität, Umwelt und Sicherheit bei Masotina, fügt hinzu: „Wir haben jetzt eine beträchtliche Anzahl von optischen Tomra-Sortierern im Einsatz und sind mit ihrer Leistung sehr zufrieden. Heute stehen 12 Maschinen an der ursprünglichen Linie aus dem Jahr 2014, vier an der neuen Vorsortierlinie, zu der auch die Tetra-Pak-Linie gehört, und 16 an der neuen Hauptpolymerlinie.“

Derzeit kann die neue Hauptpolymerlinie 15 t/h verarbeiten, die Linie von 2014 schafft zwischen 7 und 10 t/h und die Tetra Pak-Linie 4 t/h. Daraus ergibt sich ein Gesamtdurchsatz der Anlage zwischen 26 und 29 t/h.

Auch mehrschichtige PET-Schalen werden zurückgewonnen

Die Autosort-Maschinen kombinieren NIR- und VIS-Sensoren in einem modularen Sortiersystem.

Die Autosort-Maschinen kombinieren NIR- und VIS-Sensoren in einem modularen Sortiersystem.

Dank der hochpräzisen Sortierung durch die Autosort-Einheiten von Tomra kann die Anlage von Masotina nicht nur ein- sondern auch mehrschichtige PET-Schalen zurückgewinnen, wobei die zurückgewonnenen Endfraktionen die von Corepla festgelegten Qualitätsanforderungen für die Verwendung als lebensmitteltaugliches rPET erfüllt. Corepla ist Italiens nationales Konsortium für die Sammlung, das Recycling und die Verwertung von Kunststoffverpackungen.

Febbo erklärt weiter: „Eine der Autosort-Maschinen ist auf die Erkennung von VPET (PET, das in Schalen verwendet wird) programmiert, so dass es von dem in Flaschen verwendeten PET getrennt werden kann. Wir haben nicht nur festgestellt, dass wir PET-Einzellagen genau identifizieren können, sondern auch, dass sich unsere Rückgewinnungsrate von ein- und mehrlagigen PET-Schalen um das Fünffache erhöht hat. Dies ist ein wichtiger betrieblicher Vorteil für uns, da es zuvor schwierig war, PET-Schalen zu trennen, und wir für diese Aufgabe auf eine manuelle Sortierung angewiesen waren.“

Die Autosort Maschinen von Tomra Recycling kombinieren NIR- und VIS-Sensoren in einem modularen Sortiersystem, das es dem Anlagenbetreiber ermöglicht, große Materialmengen präzise zu erkennen und mit hoher Geschwindigkeit nach Art und Zusammensetzung zu trennen, was zu hochreinen Endfraktionen führt. In der Masotina-Anlage ermöglicht die NIR-Technologie die Auswahl nach Polymertyp und die VIS-Technologie die Auswahl nach Farbe (im Falle von PET).

Ausbeute und Qualität gesteigert

Francesca Romana Febbo: „Wir haben jetzt eine beträchtliche Anzahl von optischen Tomra-Sortierern im Einsatz und sind mit ihrer Leistung sehr zufrieden.“ (Foto: Tomra)

Francesca Romana Febbo: „Wir haben jetzt eine beträchtliche Anzahl von optischen Tomra-Sortierern im Einsatz und sind mit ihrer Leistung sehr zufrieden.“ (Foto: Tomra)

Kürzlich ersetzte Masotina vier ältere Autosort Maschinen durch die neueste Generation der Baureihe. „Das Feedback war sehr positiv“, erklärt Chizzali. „Wir haben das neue Sortiersystem, das eine noch zielgerichtetere Anpassung und eine einfachere Priorisierung der Materialselektion ermöglicht, getestet. Wir haben nicht nur eine Steigerung der Ausbeute im Bereich von 5 bis 10 Prozent festgestellt, sondern auch eine deutliche Qualitätsverbesserung von 2 bis 3 Prozent in den ausgewählten Fraktionen.“ Chizzali fügt hinzu: „Die Rückmeldungen waren derart positiv, dass wir planen, noch in diesem Jahr zwei weitere Einheiten auf die neue Autosort-Generation aufzurüsten.“

Masotina hat auch einen Vertrag für das Wartungspaket Tomra Care unterzeichnet. Chizzali begründet diese Entscheidung wie folgt: „Unsere Techniker sind sowohl mit der Professionalität als auch mit den Antwortzeiten der technischen Experten von Tomra sehr zufrieden. Die Unterstützung, die wir von Tomra bei der Definition der kundenspezifischen Anpassung der installierten Einheiten erhalten haben, war der Schlüssel zum Erfolg unserer individuellen Materialrückgewinnungslösung.“

In Zukunft plant Masotina den Kunststoffrecyclingkreislauf durch die Herstellung von Flakes der wichtigsten Polymere schließen. Dazu strebt das Unternehmen eine Genehmigung an und erwägt bereits eine eigene Linie mit Tomra-Technologie zur Rückgewinnung von Flakes auszustatten. „Dann können wir auch andere Anwendungen testen, wie die Sortierung von Feinmaterial und die Verwendung der Deep-Laiser-Technologie zur Sortierung von schwarzen Kunststoffen, welche wir hoffentlich noch in diesem Jahr einführen werden“, schließt Chizzali.

Neuste Sortier-Generation

Sebastiano Chizzali: „Die Linien sind so konzipiert, dass sie saubere Kunststofffraktionen sowohl nach Polymer als auch nach Farbe sortieren und zurückgewinnen.“ (Foto: Tomra)

Sebastiano Chizzali: „Die Linien sind so konzipiert, dass sie saubere Kunststofffraktionen sowohl nach Polymer als auch nach Farbe sortieren und zurückgewinnen.“ (Foto: Tomra)

Mit bis zu 320.000 Scan-Punkten pro Sekunde sammeln die hochauflösenden Autosort-Sensoren von Tomra Daten zu mehreren Merkmalen in hoher Geschwindigkeit, um eine genaue Identifizierung einer Vielzahl von Materialien sicherzustellen. Um dies in einen Kontext zu setzen: Der optische Sortierer von Tomra kann das Äquivalent eines mit Müll bedeckten Fußballstadions in weniger als 15 Minuten analysieren und sortieren.

Die Autosort von Tomra vereint modernste Funktionen und Technologien in einer Maschine. Kompakt und flexibel in der Konstruktion, ermöglicht sie eine einfache Integration in bestehende oder neue Installationen. Dank der Technologie Flying Beam – das erste NIR-Scansystem mit Punktabtastung –wird eine exzellente homogene Lichtverteilung für eine bessere Erkennung und Überwachung über die gesamte Förderbandbreite gewährleistet, wodurch selbst feinste molekulare Unterschiede der auf der Linie fließenden Materialien erfasst werden können.

Die neueste Generation des Autosort ist außerdem standardmäßig mit der Technologie Sharp Eye ausgestattet, die für eine verbesserte Lichteffizienz und Sortierklarheit sorgt und die Trennung von schwer zu sortierenden Fraktionen wie PET aus Flaschen und Schalen erleichtert.

Die optionale Integration der Technologie Deep Laiser von Tomra ermöglicht auch die Erkennung von bisher nicht nachweisbaren Materialien und erhöht den Reinheitsgrad noch weiter.

www.gruppomasotina.it
www.tomra.com/recycling