Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Solvay: Stabhalbzeuge aus Polyarylamid für Medizinanwendungen

Die PARA-Halbzeuge eignen sich zur präzisen spanenden Fertigung anschaulicher Prototypen von chirurgischen Einweginstrumenten für orthopädische Eingriffe. (Foto: Solvay)

Die PARA-Halbzeuge eignen sich zur präzisen spanenden Fertigung anschaulicher Prototypen von chirurgischen Einweginstrumenten für orthopädische Eingriffe. (Foto: Solvay)

Der Vertriebspartner Drake Medical Plastics von Solvay, Alpharetta (Georgia/USA), führt jetzt diverse stabförmige Halbzeuge aus dem Polyarylamid (PARA) Ixef im Sortiment. Die Stäbe basieren auf einem PARA für medizintechnische Anwendungen und sind weltweit lieferbar. Neben ihrer Biokompatibilität bieten sie hohe Steifigkeit und Festigkeit bei geringem Gewicht. Sie eignen sich zur präzisen spanenden Fertigung anschaulicher Prototypen von chirurgischen Einweginstrumenten für orthopädische Eingriffe. Diese Herangehensweise erübrigt den sonst erforderlichen, erheblichen Zeit- und Kostenaufwand für das „Soft Tooling“. Sobald das Design des Werkstücks endgültig fertigsteht, kann der Hersteller das PARA-Material für die Produktion entsprechender Spritzgussteile nutzen.

Drake Medical Plastics beliefert die Medizintechnik- und Life-Science-Industrie und ist derzeit der einzige Anbieter von extrudierten Stabhalbzeugen aus Ixef PARA von Solvay. Das Unternehmen fertigt die Stäbe in den drei Durchmessern 19, 30 und 77 mm in neutralem Grau (Ixef GS-1022/GY02). Darüber hinaus liefert Drake Medical Plastics auch PARA-Spritzgießcompounds für medizintechnische Anwendungen in sieben zusätzlich gammastabilisierten Farben. Diese Materialien sind gemäß ISO 10993 auf ihre Eignung für kurzzeitigen Körperkontakt geprüft und in einem Master Access File (MAF) der amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) registriert. Ixef PARA ist für das Sterilisieren mittels energiereicher Gammabestrahlung optimiert und zeigt dabei laut Hersteller keine nennenswerten Veränderungen in Aussehen oder Leistung.

„Die Ixef PARA-Stäbe sind auf die Fertigung effizienterer Prototypen ausgerichtet. Designer können damit schnell und einfach anschauliche Prototypen kreieren, die ein präzises Abbild der jeweiligen Endprodukte repräsentieren“, sagt Steven Drake, Präsident von Drake Medical.

Die Leistungsfähigkeit spritzgegossener Instrumente aus Ixef PARA für orthopädische Eingriffe ist mit solchen aus traditionellem Edelstahl vergleichbar – jedoch ohne dessen Nachteile. Die 50 % glasfaserverstärkten Kunststoffe sichern eine hohe Steifigkeit, Kriechbeständigkeit und Festigkeit gegen mechanische Dehnung und Spannung. Dabei sind sie jedoch um 450 % leichter als Metall, sodass die Hersteller die Anzahl der Teile pro Instrumentensatz erhöhen können. Ein weiterer Vorteil ist ihre glatte, polymersatte Oberfläche, die Handschuhrisse durch Glasfasern vermeiden hilft und die Feuchtigkeitsaufnahme minimiert. Aus Sicht des Designers ermöglicht Ixef PARA außerdem die nachbearbeitungsfreie Integration ergonomischer Elemente, wie Texturen für zuverlässigen Griff.

www.drakemedicalplastics.com
www.solvayspecialtypolymers.com

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