Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Sumitomo (SHI) Demag/Fraunhofer IPK: Inline-Prüfung im Mikro- und Präzisionsspritzgießen

Der Spritzgießmaschinenhersteller Sumitomo (SHI) Demag, Schwaig, kooperiert mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK in Berlin zur Entwicklung eines effizienten Inline-Prüfprozesses für die 100-%-Kontrolle im Mikro- und Präzisionsspritzgießen mit hohem Durchsatz.

Versuchsfeld des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK. (Foto: Fraunhofer IPK)

Versuchsfeld des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK. (Foto: Fraunhofer IPK)

Im Rahmen der vollautomatisierten Produktion von Hochpräzisionskunststoffteilen ist die Qualitätskontrolle ein kritischer Faktor. Insbesondere für die Herstellung optischer Kunststoffspritzgussteile gibt es Stand heute noch keinen effizienten Prozess, der ohne erheblichen Taktzeitverlust verläuft.

„Bei schnelllaufenden Prozessen zählt jeder Sekundenbruchteil Ersparnis an Zykluszeit. Der innovative Lösungsansatz des Fraunhofer IPK auf Basis etablierter Röntgen- und CT-Messverfahren ist in unseren Augen äußerst vielversprechend. Daher unterstützen wir das Projekt sowohl mit Maschinenhardware als auch in der fachlichen Zusammenarbeit“, erläutert Thorsten Thümen, Senior Director Technology der Sumitomo (SHI) Demag.

IntElect S von Sumitomo (SHI) Demag im Versuchsfeld des Fraunhofer IPK. (Foto: Fraunhofer IPK / Andy King)

IntElect S von Sumitomo (SHI) Demag im Versuchsfeld des Fraunhofer IPK. (Foto: Fraunhofer IPK / Andy King)

Zur Unterstützung des Forschungsprojekts stellt Sumitomo (SHI) Demag dem Fraunhofer IPK eine vollelektrische, schnelllaufende Spritzgießmaschine IntElect S, ausgestattet mit entsprechender Automation und Förderband, zur Verfügung. Die Speed-Baureihe der vollelektrischen Maschine mit Schließkräften von derzeit 500 bis 1.800 kN ist speziell für Schnelllaufanwendungen mit kurzen Zykluszeiten unter 5 s ausgelegt. Die Highspeed-Maschine, die unter anderem im Bereich der Medizintechnik- und Elektronikindustrie sowie in anderen Bereichen mit hohen Präzisionsanforderungen eingesetzt wird, eignet sich daher ideal für die geplanten Forschungszwecke.

„Unsere eigens entwickelte, vollelektrische Antriebstechnologie ist ein ungemein starkes Fundament, um das Optimierungspotenzial hinsichtlich Prozesskonstanz, Energieeffizienz und Zykluszeiten gänzlich zu nutzen. Darüber hinaus spielt die Messtechnik hinsichtlich der Performance der gesamten Anlage eine entscheidende Rolle. Wir sind sehr zuversichtlich, dass mit dem Forschungsprojekt des Fraunhofer IPK der Prozess im Mikro- und Präzisionsspritzguss insbesondere für optische Teile ganzheitlich optimiert werden kann“, so Thümen.

Neben der anwendungsorientierten Forschung ist das Fraunhofer IPK unter anderem in der Vorlaufforschung tätig, um innovative Konzepte für die Produktion von morgen zu entwickeln. Dabei arbeitet das Institut eng mit gleichgesinnten Partnern zusammen, um aus Innovationen marktfähige Lösungen zu schaffen.

www.sumitomo-shi-demag.eu
www.ipk.fraunhofer.de

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