Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Kiefel: SharpFormer für Kühlschrank-Innenbehälter

Formanlage SharpFormer für Kühlschrank-Innenbehälter. (Foto: Kiefel)

Formanlage SharpFormer für Kühlschrank-Innenbehälter. (Foto: Kiefel)

Bei der neuesten Standard-Thermoform-Anlage SharpFormer mit der unterstützenden Software Kid-Cat verkürzt die Kiefel GmbH, Freilassing, Dank modularer Bauweise die Lieferzeit gegenüber herkömmlichen Anlagen um fast die Hälfte.

„Mit dem SharpFormer haben wir einen Quantensprung gemacht“, berichtet der zuständige Geschäftsbereichsleiter Andreas Frisch. Der im hauseigenen Technologiezentrum Freilassing entwickelte Standard verbindet die aktuellen Anforderungen des Marktes mit dem Know-how von Kiefel. Moderne Fertigungsverfahren und solide Technik ergeben den richtigen Mix an Vorteilen für Kühlschrankhersteller: Lieferzeiten der Anlage von nur noch vier statt sieben Monaten, effiziente Produktionsabläufe, unkomplizierter Werkzeugwechsel und geringerer Energieverbrauch.

Rasch verfügbar – schnell in Produktion

„Wir haben diese Standardmaschine konzipiert, um flexibler zu sein“, erläutert Rudolf Köhler, Projektmanager bei Kiefel, „mit der modularen Bauweise sparen wir enorm viel Zeit und können auf Wünsche kurzfristig reagieren. Unsere Kunden haben ihre Maschinen früher vor Ort und haben schnellere Zykluszeiten zur Verfügung.“ Dank des Modulsystems kann nun die Produktionsrichtung von links nach rechts und umgekehrt ohne Einfluss auf die Lieferzeit frei gewählt werden. Die kompakten Abmessungen der Anlage finden auch in niedrigeren Hallen als bisher Platz. „Durch die schnelle Zykluszeit von nur 24 Sekunden, also 150 produzierten Kühlschrank-Innenbehältern pro Stunde, erhöht sich die Produktivität beim Kunden signifikant“, ergänzt Murat Derin, Projektmanager bei Kiefel.

Für die Produktion der thermogeformten Kühlschrank-Innenbehälter sind verschiedene Werkzeuge im Einsatz, je nach verwendetem Material werden unterschiedliche Prozesstemperaturen nötig. Verwendet werden dafür schwarze Keramikstrahler der neuesten Technologie, die stoßunempfindlich, langlebig und separat steuerbar sind. Im Bereich der Werkzeugschnittstelle hat Kiefel ein neues flexibleres System entwickelt, das bei einem schnellstmöglichen Umbau 90 % der am Markt befindlichen Werkzeuge in dieses Interface adaptieren lässt.

85 % Zeitersparnis

Für die Unterstützung bei der Produktion steht die neue Software Kid-Cat am Bedienerpult zur Verfügung: „Damit wird der Operator Schritt für Schritt durch die Erstellung eines neuen Rezepts geleitet und hat eine Zeitersparnis von bis zu 85 Prozent“, erklärt Stefan Wimmer, Key Account Manager bei Kiefel. Unterstützt wird diese Software von Video-Clips, die dem Operator den Thermoform-Prozess visualisieren. „Mit Kid-Cat kann jeder Operator, der die Maschine kennt, das neue Rezept in kürzester Zeit generieren“, berichtet Murat Derin, „ebenso können bereits bestehende Rezepte optimiert und somit die Produktqualität enorm verbessert werden.“

Innovationen für die Zukunft

Nach zwei Jahren intensiver Entwicklungszeit für den SharpFormer und die Kid-Cat-Software freut sich das Team rund um Konstruktionsleiter Jürgen Feil über den gemeinsamen Erfolg: „Wir arbeiten immer eng mit unseren Kunden zusammen und fragen nach, worauf es in der Praxis wirklich ankommt. Diese Wünsche integrieren wir in unsere Standards.“ Regelmäßig veranstaltet Kiefel hochkarätige Innovationsworkshops, an denen Entwickler sowie Experten aus Marketing, Vertrieb und Inbetriebnahme teilnehmen. Weiterentwicklungen wie der SharpFormer oder Kid-Cat werden durch solch interdisziplinäre Kooperationen praxistaugliche Wirklichkeit.

www.kiefel.de

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