Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Schmidt & Heinzmann: Integriertes Entgraten von SMC Bauteilen

SMC Pressenautomation mit integrierter Entgratzelle. (Abb.: Schmidt & Heinzmann)

SMC Pressenautomation mit integrierter Entgratzelle. (Abb.: Schmidt & Heinzmann)

Schmidt & Heinzmann, Bruchsal, zeigt seine neu entwickelte Entgratzelle ab morgen auf der JEC World in Paris. Mit der Neuentwicklung erweitert das Unternehmen sein Portfolio entlang des Herstellungs- und Verarbeitungsprozess von Composite-Materialien von der Halbzeugherstellung, über das Cutting & Stacking der einzelnen Lagen bis hin zur Pressenautomation und der Weiterverarbeitung durch das Verkleben einzelner Komponenten.

Die Entgratzelle kann direkt in die Pressenautomation integriert werden. Dadurch übernimmt das Unternehmen den nächsten Fertigungsschritt in der Wertschöpfungskette hin zum fertigen Bauteil. Das Bauteil wird nach dem Pressen und Auskühlen automatisch in die Entgratzelle geschleust, was den logistischen Aufwand der Bauteilherstellung verringert. Durch das Einhausen der Zelle und die Absaugung und Staubabscheidung werden Emissionen reduziert. Ein automatischer Schnellwechsler für Werkzeuge erhöht die Verfügbarkeit der gesamten Linie.

Gesamtkonzept für Cutting & Stacking von trockenen Fasern

Cutting-&-Stacking-Zelle für trockene Fasern mit mehreren Schneidtischen des Modells AutoCut. (Foto: Schmidt & Heinzmann)

Cutting-&-Stacking-Zelle für trockene Fasern mit mehreren Schneidtischen des Modells AutoCut. (Foto: Schmidt & Heinzmann)

Für das Bearbeiten von trockenen Fasern bietet Schmidt & Heinzmann ebenfalls effiziente Lösungen. Eine Nestingsoftware ermittelt zunächst den optimalen Schneidplan für die herzustellenden Zuschnitte. Dies erlaubt die effiziente Ausnutzung des Materials, was den Materialverschnitt senkt. Bei der Verwendung mehrerer Materialien innerhalb eines Stacks setzt Schmidt & Heinzmann auf sein Multiple-Cutter-Konzept. Nach dem Motto „one cutter one material“ wird für jedes zu schneidende Material ein Cutter definiert. Dadurch wird die Zykluszeit verkürzt und die Prozesssicherheit erhöht, was für eine gleichbleibende Qualität sorgt. Um saubere Schnittkanten zu erhalten wird die zum Material passende Schneidtechnologie (Polygonklinge, Rundmesser, Ultraschallklinge) ausgewählt. Das präzise Stacking der Einzellagenzuschnitte erfolgt mittels eines variablen Greifermoduls, welches die Zuschnitte mit Nadeln, Vakuumansaugung oder Fingern festhält. Im Anschluss werden die Stacks per Ultaschallschweißen für den weiteren Transport dauerhaft fixiert oder können im Preforming Center zu Preforms verarbeitet werden. Die Beschriftung des Stacks oder Preforms sowie eine kamerabasierte Qualitätskontrolle sind ebenfalls möglich.

Unterschiedliche Sensoren sorgen sowohl beim Cutting, als auch beim Stacking für einen stabilen Prozess und korrigieren bei Bedarf definierte Prozessparameter selbständig. Der steuerungsintegrierte Produktionsplaner überwacht den Gesamtprozess. Dies sorgt für kurze Zykluszeiten.

Prozesse live erleben

Mittels virtueller Realität können die Besucher auf dem Messestand von Schmidt & Heinzmann die Entgratzelle sowie eine Stackinglösung live erleben. Das Unternehmen nutzt diese Technologie seit einiger Zeit bei der Erstellung von Großprojekten. Sie ermöglicht die frühzeitige Identifikation von Störfaktoren was die Planungssicherheit erhöht und den Aufwand für die Maschineninbetriebnahme senkt. Zusätzlich bietet die virtuelle Realität die Möglichkeit sich bereits in der Planungsphase ein detailliertes Bild der zukünftigen Anlage zu machen.

www.schmidt-heinzmann.de