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Heinlein: Zentrale Materialversorgung zum Spritzgießen medizinischer Verpackungen

Dieser PR-Bericht wird Ihnen bereitgestellt von Motan-Colortronic.

Der Verteilbahnhof Metrolink besteht aus zwei Einheiten, die automatisch je zehn Eingänge auf zehn Ziele verteilen können. Die Anlage ist mit geringem Aufwand jederzeit erweiterbar. (Foto: Motan-Colortronic)

Der Verteilbahnhof Metrolink besteht aus zwei Einheiten, die automatisch je zehn Eingänge auf zehn Ziele verteilen können. Die Anlage ist mit geringem Aufwand jederzeit erweiterbar. (Foto: Motan-Colortronic)

Im Zuge einer erneuten Produktionserweiterung im fränkischen Ansbach investierte das Unternehmen Heinlein-Plastik-Technik GmbH in eine moderne und effiziente zentrale Materialversorgung von Motan. Produziert wird ein breites Spektrum teils patentierter Verschlüsse und Dosiersysteme überwiegend für medizinische und kosmetische Anwendungen.

Kontrolliert keimarme Bedingungen bis hin zum Reinraum entsprechend Reinheitsklasse 7 und erhöhte Reinheitsanforderungen in der gesamten Spritzgießfertigung gelten bei Heinlein – schon das ist Grund genug, auf die nahezu staubfreie zentrale Materialversorgung zu setzen. Aber auch die Sicherheit vor Verwechselungen der überwiegend direkt aus Silos gezogenen Materialien sowie die hohe Effizienz des Systems dank Automatisierung sind für das Unternehmen Heinlein wichtige Punkte.

Bei Einrichtung einer neuen Produktionshalle für derzeit 20 Spritzgießmaschinen mit Schließkräften zwischen 250 und 2.000 kN griff das Unternehmen auf umfangreiche Erfahrungen aus der bereits in der Nachbarhalle betriebenen Materialversorgung zurück: Hier versorgt seit vielen Jahren eine zentrale Materialversorgung von Motan-Colortronic 35 Spritzgießmaschinen direkt aus insgesamt zehn Außensilos. Vor dem Hintergrund der guten Erfahrungen und dem geringen Wartungsaufwand der bisherigen Gesamtanlage setzte Heinlein auch bei der Neuinstallation wieder auf Motan-Colortronic für das gesamte Materialhandling.

Die Dosiergeräte Miniblend sind serienmäßig mit Wechsel-Dosiermodulen ausgerüstet. Das Dosiergerät im Bild befindet sich gerade in der Umrüstung. Mit wenigen Handgriffen ist das neue Dosiermodul montiert. (Foto: Motan-Colortronic)

Die Dosiergeräte Miniblend sind serienmäßig mit Wechsel-Dosiermodulen ausgerüstet. Das Dosiergerät im Bild befindet sich gerade in der Umrüstung. Mit wenigen Handgriffen ist das neue Dosiermodul montiert. (Foto: Motan-Colortronic)

Aus insgesamt zwölf Außensilos werden die Maschinen vor allem mit Polypropylen sowie HD- und LD-Polyethylentypen bedient. Es wird mit sogenannten 1A-Pharmagrades, also zertifizierten Materialien, gearbeitet. Eine Verbindung zwischen alter und neuer Materialversorgung schafft zusätzliche Flexibilität und Sicherheit: Im Bedarfsfall lassen sich vorhandene und neue Silos von beiden Seiten aus nutzen. Zur Verarbeitung von Kleinmengen, beispielsweise TPE- oder diverse Sonder-Typen, wurde eine Aufgabestation für Sackware angebunden.

Die Verrohrung komplett in Edelstahl von den Silos über die automatische Verteilstation Metrolink bis an die Maschinen entspricht den Hygieneanforderungen bei Heinlein. Verlegt wurde sie auf Trassen entlang der Hallenwände, die für die gesamte Infrastruktur wie elektrische Energie, Druckluft sowie Kühlwasserver- und -entsorgung ausgelegt und montiert wurden.

Im Mittelpunkt der Anlage steht die Verteilstation Metrolink, die, einmal eingerichtet, jede Verbindung zwischen Materialzufuhr und Maschinen automatisch und verunreinigungsfrei herstellt. Versehentlich falsche Zuordnungen von Material zur Maschine sind nicht möglich. Bei sehr geringer Stellplatzgröße sind in der von Heinlein genutzten Variante 2×10 Materialzuführungen und 2×10 Ausgänge an die Maschinen verfügbar. Aufgrund der durchgängig festen Materialzuordnungen im Metrolink-System sind – anders als bei anderen Verteilbahnhöfen – während der Förderung keine Schaltungen und keine Leersaugungen.

Die Entstaubungsmodule auf den Fördergeräten ermöglichen den Einsatz von Mahlgut ohne Qualitätseinbußen. Der anfallende Staub wird automatisch im zentralen Filter in einem separaten Raum abgeschieden. (Foto: Motan-Colortronic)

Die Entstaubungsmodule auf den Fördergeräten ermöglichen den Einsatz von Mahlgut ohne Qualitätseinbußen. Der anfallende Staub wird automatisch im zentralen Filter in einem separaten Raum abgeschieden. (Foto: Motan-Colortronic)

Das Thema Dosierung hat Heinlein ebenfalls mit Motan-Colortronic gelöst. Volumetrische Scheibendosiergeräte Miniblend V und Fördergeräte des Typs Metro G mit Entstaubungsmodulen, bilden auf den Maschinen das Ende der Materialförderstrecken. Je nach Durchsatzmengen sind jeweils verschiedene Baugrößen im Einsatz. Über Zwei-Komponentenweichen lässt sich eventuell anfallendes Mahlgut einfach in den Produktionsprozess zurückführen. Die Miniblend-V-Geräte dosieren die Additive und Farben, synchron zum Materialeinzug der Spritzgießmaschine, den Grundmaterialien zu. Dabei wir kein zusätzlicher Mischer benötigt.

Weiteres Wachstum ist bereits vorgedacht: Die Gesamtanlage zur Materialversorgung lässt sich ohne großen Aufwand auf die Versorgung von 40 Spritzgießmaschinen ausbauen.

Spezialisiert ist Heinlein auf überwiegend mehrteilige und teilweise patentierte Verschlüsse, Dosier- und Appliziersysteme. Der Trend geht zu höheren Komplexitätsgraden, beispielsweise mit Originalitätsgarantie oder kindergesicherten Verschlüssen sowie unterschiedliche Farben. Hauptabnehmer sind Unternehmen der Pharmazie, Homöopathie, Lifestyle und Chemie. Etwa 160 Mitarbeiter entwickeln und produzieren auf 16.000 m² Fläche. Der Exportanteil beträgt inzwischen mehr als 60 %. Seit 2008 wurde der Ausstoß verdreifacht, bis zu 4.000.000 Standard- und kundenindividuelle Verschlüsse werden täglich im Dreischichtbetrieb produziert. Zertifiziert ist das Unternehmen nach ISO 9001, ISO 15378 und ISO 13485. Gearbeitet wird nach den Standards des Hygienemanagements HACCP.

www.heinlein-plastik.de
www.motan-colortronic.com