Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Arburg: Freeformer in neuer Größe

Auf der Formnext zeigt der Maschinenbauer den neuen Freeformer 750-3X mit einem rund 2,5 Mal größeren Bauraum im Vergleich zum Modell 300-3X sowie den Freeformer 200-3X „soft“, der zur Verarbeitung von Weichmaterialien geeignet ist. Darüber hinaus ist der neue TiQ2-Filamentdrucker von innovatiQ zu sehen.

„Als Weltleitmesse ist die Formnext für uns und unsere Märkte eine der wichtigsten Fachmessen überhaupt“, erklärt Dr. Victor Roman, Geschäftsführer Arburgadditive. „Deshalb sind wir mit einem entsprechend umfangreichen Auftritt präsent.“ Ein besonderes Augenmerk der internationalen Fachwelt werde sicher auf dem neuen Freeformer 750-3X liegen, dessen großer Bauraum sich besonders zur schnellen Serienfertigung großer Bauteile beziehungsweise mehrerer Artikel pro Bauauftrag eignen. „Weitere Messe-Highlights sind die Verkaufsaktion mit unserem Freeformer 200-3X ‚soft‘ zur Verarbeitung von Weichmaterialien, Hochtemperaturanwendungen sowie die additive Fertigung von Hart-Weich-Produkten auf einem von insgesamt drei Freeformern 300-3X“, sagt Dr. Victor Roman.

Mehr Bauraum und höhere Druckgeschwindigkeit

Neu im Programm: der Freeformer 750-3X mit größerem Bauraum. (Foto: Arburg)

Neu im Programm: der Freeformer 750-3X mit größerem Bauraum. (Foto: Arburg)

Das Prinzip der Materialaufbereitung bleibt bei dem Freeformer 750-3X gleich, allerdings ist das gesamte System – Aufbereitung und Austragseinheiten – verbessert, sodass die neue Baueinheit kompakter konstruiert werden konnte. Rein äußerlich ist der Freeformer 750-3X nicht vom 300-3X zu unterscheiden, da er über die gleichen Außenabmessungen verfügt. Rund 2,5 Mal größer ist jedoch der Bauteilträger mit rund 750 cm² – worauf sich auch der Name des neuen Systems bezieht. Der signifikant vergrößerte Bauraum mit den Maßen 330 x 230 x 230 mm, in dem übrigens die Temperaturen ganz ohne speziellen Luftfluss bzw. -umlauf stabil gehalten werden, entsteht im Detail durch mehrere technische Neuerungen. Dazu gehören verbesserte Massedruckerzeuger zum Dosieren und Einspritzen, bei denen Servo-Motoren von AMKmotion, einem Unternehmen der Arburg-Familie, zum Einsatz kommen. Dadurch können die drei Austragseinheiten enger und kompakter zueinander angeordnet werden. Aufgrund von weiterentwickelten Softwarefeatures der Steuerung konnte die Druckgeschwindigkeit erheblich gesteigert werden. So lassen sich z. B. prozessoptimierte gitterförmige Stützstrukturen realisieren, bei denen laut Arburg die Bauzeit um bis zu 55 % schneller ist als bei „herkömmlich“ aufgebauten.

Spezialist für Weichmaterialien

Der Freeformer 200-3X „soft“ eignet sich vor allem zur Verarbeitung von Weichmaterialien wie etwa TPEs in einer großen Shorehärten-Bandbreite. Die Materialtrocknung, die bei der Verarbeitung von Weichmaterialien notwendig ist, ist in die Maschine integriert und über die Steuerung programmierbar. Durch seine schonende Plastifizierung kann der Freeformer 200-3X „soft“ auch zur Herstellung von Bauteilen mit hoher mechanischer Festigkeit eingesetzt werden. Ab der Formnext wird Arburg eine befristete Aktion starten, bei der sich schnelles Ordern lohnt.

Arburg-Familie durch 3D-Drucker von innovatiQ präsent

Ebenfalls auf dem Formnext-Stand vertreten ist das Arburg-Familienmitglied innovatiQ. Dessen Systeme verarbeiten FFF-Filamente (Fused Filament Fabrication) bzw. LSR (Liquid Silicone Rubber) durch ein von innovatiQ entwickeltes und patentiertes Verfahren. Dabei wird der neue Filamentdrucker TiQ2 für industrielle Anwendungen präsentiert. Dr. Victor Roman ist sicher: „Mit vier Freeformern und den 3D-Druckern von innovatiQ zeigen wir genau das, was unsere Kunden von uns erwarten: Lösungen für spezielle additive Fertigungsaufgaben.“

www.arburg.com