Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

IPH: Kunststoffabfall für den 3D-Drucker

Wissenschaftler des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) wollen erforschen, wie sich Abfälle aus Thermoplasten aufbereiten, recyceln und per 3D-Druck zu neuen Produkten verarbeiten lassen. Ein neuer Forschungsbereich am Standort Hannover bietet in Zukunft den Platz und die nötige Infrastruktur.

Thermoplaste lassen sich einfach recyceln und in der additiven Fertigung nutzen. Wie das genau funktionieren kann, will das IPH erforschen – und hat dazu kürzlich einen neuen Forschungsbereich für Additives Kunststoffrecycling eröffnet. Der Umbau der Räume im Institut hat mehrere Monate gedauert, unter anderem wurde eine schallgedämmte Glaswand verbaut, durch die man die Prozesse beobachten kann. Das Projekt „Aufbau eines Forschungsbereiches für Additives Kunststoffrecycling“ wurde vom Land Niedersachsen und der EU gefördert.

In den neuen Laborräumen stehen hochwertige Geräte für die Forschung zum Kunststoffrecycling und zum 3D-Druck zur Verfügung. Zuerst wird der Kunststoff mit einem Schredder zerkleinert und anschließend getrocknet. Dieses getrocknete Recyclinggut wird dann für den 3D-Druck vorbereitet. Dafür nutzen die Ingenieure am IPH einen Extruder, der den Kunststoff zu einem Filament verarbeitet.

„Unsere Vision ist es, einen kompletten Recyclingkreislauf aufzubauen, um aus Plastikmüll neue Bauteile herstellen zu können“, sagt IPH-Geschäftsführer Dr. Malte Stonis. Damit Kunststoffabfälle schon bald dort recycelt werden können, wo sie entstehen, will das IPH in den kommenden Jahren mehrere Forschungsprojekte starten. Forschungspotenziale bestehen zum einen in der Verbesserung von bestehenden Verfahrensschritten des Kunststoffrecyclings und zum anderen in der Qualifizierung von recycelten und additiv verarbeiteten Kunststoffen.

www.iph-hannover.de

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