Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Sikora: Rohrinspektion jetzt bis 1.200 mm Durchmesser

Das neuen Modell Centerwave 6000/1200 zur Prozessoptimierung und Qualitätskontrolle von Kunststoffrohren bei der Extrusion ist auf Durchmesser von 250 bis 1.200 mm ausgelegt.

Sikora, Bremen, bietet das Centerwave 6000 zur Messung der Wanddicke, des Innenprofils und Durchmessers sowie der Ovalität von Kunststoffrohren an. Jetzt ist ein neues Modell verfügbar, das speziell Durchmesserbereiche von 250 bis 1.200 mm abdeckt. Das Centerwave 6000/1200 wird damit gezielt Ansprüchen von Großrohrherstellern gerecht.

Das neue Modell lässt sich durch seine kompakte Bauform leicht in die Produktion integrieren und ist insbesondere für Extrusionslinien prädestiniert, mit denen Rohrdurchmesser von bis zu 1.000 und 1.200 mm gefertigt werden. In der Linie unterstützt das System eine unmittelbare Zentrierung und verlässliche Qualitätskontrolle.

Das Centerwave 6000 eine lückenlose, 360-Grad-Messung über den gesamten Rohrumfang. (Abb.: Sikora)

Das Centerwave 6000 eine lückenlose, 360-Grad-Messung über den gesamten Rohrumfang. (Abb.: Sikora)

Das Messprinzip basiert – sowohl für kleine Rohre ab 60 mm als auch für Großrohre bis 3.200 mm Durchmesser – auf Millimeterwellen-Technologie. Die Bedienung erfolgt intuitiv per Knopfdruck. Einmal eingeschaltet, erhält der Bediener sofort kontinuierliche und präzise Messwerte – ohne Voreinstellung der Produktparameter und ohne jegliche Kalibrierung.

Die Messwerte des Centerwave 6000 werden übersichtlich angezeigt. (Abb.: Sikora)

Die Messwerte des Centerwave 6000 werden übersichtlich angezeigt. (Abb.: Sikora)

Das Gerät ist mit einem Transceiver ausgestattet, der permanent rotiert. Durch die Rotationsgeschwindigkeit und die parallel dazu verlaufende Liniengeschwindigkeit erfolgt die Messung in Form einer Helixstruktur in Produktionsrichtung, wodurch eine Abdeckung von 100 % sichergestellt wird. So werden die Wanddicke, der Durchmesser und das Innenprofil lückenlos sowohl über den gesamten Umfang als auch in Längsrichtung des Rohres erfasst sowie Min.- und Max.-Werte zuverlässig ermittelt. Mit jeder Rotation überlappt sich der Messfleck. Dadurch wird die innere Kontur des Rohres exakt abgebildet und Auffälligkeiten wie zum Beispiel Sagging werden unmittelbar entdeckt, so dass Gegenmaßnahmen frühzeitig eingeleitet werden können.

Neben der Messung aller relevanten Rohrparameter bietet das Centerwave auch die automatische Regelung der Extrusionslinie unter Berücksichtigung der Standardabweichung. Hierdurch wird ein Überverbrauch weitestgehend vermieden und ein höherer Automatisierungsgrad von Bestandsanlagen erreicht. Dies ermöglicht laut Hersteller eine Amortisation von deutlich unter einem Jahr.

Gemäß dem physikalischen Gesetz „Eintrittswinkel ist gleich Austrittswinkel“ werden nur die Messwerte direkt reflektiert, die in 90 Grad zum Sensor stehen. Alle anderen Strahlen werden stärker abgelenkt und erreichen den Sensor nicht mehr. Bei Systemen mit statischen Sensoren ergeben sich dadurch Lücken zwischen den einzelnen fixen Messpunkten, die – je nach Anzahl der verbauten Sensoren – unterschiedlich groß ausfallen und damit einer exakten Bestimmung der minimalen Wanddicke entgegenstehen. Bei Systemen mit rotierendem Sensor hingegen treffen die Millimeterwellen immer im 90-Grad-Winkel auf das Messobjekt und werden direkt reflektiert. Dies schafft die Voraussetzung für eine lückenlose, 360-Grad-Messung über den gesamten Rohrumfang.

www.sikora.net