Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

SKZ: Qualitätssicherung im 3D-Druck

Im Zuge eines Forschungsvorhabens entwickeln die Würzburger eine auf passiver Thermografie basierende Inline-Messtechnik zur zerstörungsfreien Prüfung von additiv gefertigten Bauteilen.

Der rasante Anstieg der Produktion und des Einsatzes additiv gefertigter Produkte vor allem im hochtechnisierten und sicherheitsrelevanten Bereich verlangt dringend die Entwicklung neuer Inline-Prüftechniken zur Qualitätssicherung. Die Thermografie, d. h. der Einsatz von Wärmebildkameras, ist hierfür ein sehr vielversprechender Ansatz, da der Druckprozess großflächig und in Echtzeit verfolgt werden kann.

Das SKZ, Würzburg, will daher in einem neuen Forschungsprojekt ein System zur Qualitätssicherung für Fused Filament Fabrication (FFF) entwickeln. Bei diesem Prozess wird ein Kunststofffilament erwärmt und schichtweise abgelegt. Dabei können Fehlermerkmale wie insbesondere unzureichende Schichthaftung, Risse oder geometrische Verformungen die Qualität des Produkts maßgeblich beeinträchtigen.

Derartige Fehlstellen lassen sich heutzutage mithilfe der Thermografie bereits bei anderen Prozessen der Kunststoffverarbeitung prozesssicher erfassen. Dieses Wissen soll mit diesem Projekt auch auf den Bereich der additiven Fertigung übertragen werden. Zusätzlich soll durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz eine Klassifizierung der Druckobjekte stattfinden, um eine automatisierte Defektdetektion zu ermöglichen.

Interessierte Unternehmen sind zur Mitarbeit eingeladen und können sich mit spezifischen Fragestellungen und Anregungen an das SKZ wenden.

www.skz.de

Mit Thermografie sollen Fehlstellen in 3D-gedruckten Bauteilen erfasst werden. (Foto: SKZ)