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Bernd Lindecke Werkzeugbau: Durchgängige 3D-CAD/CAM-Branchenlösung

Dieser PR-Bericht wird Ihnen bereitgestellt von Mecadat.

Bernd Lindecke Werkzeugbau im lippischen Bad Salzuflen ist eine Erfolgsgeschichte, die viel mit dem charismatischen Chef, dem Können der Mitarbeiter – und mit den dort hergestellten Spritzgießformen zu tun hat. Hierzu trägt ebenfalls die durchgängige 3D-CAD- und CAM-Branchenlösung VISI bei, die bei den Westfalen seit drei Jahren im Einsatz ist.

Frank Heitsiek ist bei Lindecke für das Drahterodieren auf der Mitsubishi MV2400R verantwortlich. Die 4-achsigen NC-Programme werden mit VISI PEPS-Wire vom importierten 3D-Modell der Werkzeugkonstruktion abgeleitet. (Foto: Mecadat/Bernd Lindecke Werkzeugbau)

Frank Heitsiek ist bei Lindecke für das Drahterodieren auf der Mitsubishi MV2400R verantwortlich. Die 4-achsigen NC-Programme werden mit VISI PEPS-Wire vom importierten 3D-Modell der Werkzeugkonstruktion abgeleitet. (Foto: Mecadat/Bernd Lindecke Werkzeugbau)

„Eine unserer Spezialitäten sind Werkzeuge für Lautsprecherabdeckungen aus Kunststoff. Hier zählen wir uns klar zu den Marktführern”, unterstreicht Firmenchef Bernd Lindecke. „Zwar hat es früher auch schon Lautsprecherabdeckungen aus Kunststoff gegeben, aber nicht solche, wie wir sie uns vorgestellt und dann der Automobilindustrie präsentiert haben. Kunststoff hat hier Vorteile, denn Blech ist nicht so amorph und neigt zum Klirren.“ Das beeindruckte in der Branche, deshalb sind auf der Referenzliste von Lindecke klangvolle Namen von Premium-Automobilherstellern zu finden, die auch heute noch Kunden sind. Doch die Ansprüche der Autohersteller, zum Beispiel bei Schalldurchlässigkeit oder Haptik, sind inzwischen höher als früher bei den Abdeckungen aus Metall. Dies fordert vom Werkzeugbau Höchstleistungen, auch was die Präzision betrifft. So touchieren die Westfalen zum Beispiel warm, was im Formenbau selten ist.

Seit gut drei Jahren kommt in Bad Salzuflen die CAD/CAM-Lösung VISI zum Einsatz, die nicht zuletzt durch ihre intuitive Bedienung sowie die Möglichkeit, direkt zu modellieren, überzeugt. Denn beim 3D-CAD-Grundmodul VISI Modelling, das bei CAD und CAM (außer Drahterodieren) stets die Basis bildet, handelt es sich um einen sogenannten Hybridmodellierer. Dieser Begriff steht dafür, dass VISI den hier verwendeten Parasolid-Kern für die Volumenmodellierung sowie für die Flächenmodellierung kombiniert nutzt. Im Gegensatz zu rein parametrisch arbeitenden CAD-Systemen hat dies im Werkzeugbau klare Vorteile, da man deutlich schneller und flexibler konstruieren kann. Darüber hinaus stellt VISI auch eine gut nutzbare Parametrik zur Verfügung.

Neben Änderungen an der Artikelkonstruktion dient das 3D-CAD VISI Modelling bei Lindecke als Basis für die NC-Programmierung beim Grafit- und Stahlfräsen sowie – schwerpunktmäßig – für die Ableitung beziehungsweise Konstruktion der Elektroden. Denn der Elektrodenanteil – verwendet wird ausschließlich Grafit – ist bei den Westfalen massiv und es gibt zum Teil sehr große Elektroden mit komplizierten Geometrien. Deshalb zählt dieser Bereich bei den Westfalen zu den Kernaufgaben von VISI. Hier kommt das Modul VISI Elektrode zum Einsatz, das beim Werkzeugbauer in einem Büro im ersten Stock an drei Arbeitsplätzen installiert ist. Dort werden die Arbeitsvorbereitung, die komplette Elektrodenkonstruktion sowie die Fräsprogramme für die Elektroden gemacht. Letztere entstehen zusammen mit einem Kollegen unten in der Fertigung bei den drei Maschinen zum Elektrodenfräsen, der ebenfalls auf einen kompletten VISI-Arbeitsplatz zugreifen kann. Ein weiterer PC mit VISI-CAM steht bei den sechs CNC-Maschinen, zwei davon 5-achsig, zur Stahlbearbeitung. Zudem wird mit VISI PEPS-Wire die Drahterodiermaschine programmiert.

Wichtig für den Workflow sind die guten Importfunktionen, über die VISI in Form diverser Schnittstellen verfügt. Hilfreich ist, dass VISI bereits von Haus aus sehr gut mit Fremddaten umgehen kann. Die VISI-Schnittstelle zu Catia funktioniert hervorragend, ebenso wie die zu NX, über die viele Artikeldaten mit den Kunden ausgetauscht werden.

Mit VISI verfügt der Werkzeugbauer über ein wirklich durchgängiges System, mit dem er anhand desselben 3D-Modells Artikel- und Werkzeugkonstruktionen modifiziert, Elektroden ableitet, 5-achsig fräst und drahterodiert. Als äußerst hilfreich hat sich zudem der VISI Viewer in der Fertigung erwiesen, der in Bad Salzuflen die Zeichnung zwar nicht ersetzt, aber ergänzt. Anhand des CAD-Modells können sich die Mitarbeiter sofort ein Bild machen, wie das betreffende Bauteil aussieht, wohin es im Werkzeug gehört und wie es montiert wird.

Mecadat ist der VISI-Distributor für den deutschsprachigen Raum mit Sitz in Langenbach bei München, der nicht nur mit technischem und fachlichem Support zur Seite steht, sondern Lindecke über die nicht weit entfernte Niederlassung Paderborn auch persönlich betreut und Schulungen anbietet. Als überzeugend wird in diesem Zusammenhang das selbsterklärende Bedienkonzept von VISI betrachtet: „So genügt es oft, dass bei den einzelnen Modulen ein Grundwissen vermittelt wird und der Rest ist Learning by Doing. Auch die vielen und zum Teil hervorragend umgesetzten Details verdienen ein Lob“, ergänzt Bernd Lindecke und nennt als Beispiel noch einmal die Elektrodenkonstruktion. „Wenn ich eine Elektrode mit VISI konstruiert und gefräst habe, kann hinterher jeder nachvollziehen, wie ich vorgegangen bin und was mit der Elektrode los ist. Dies war mit dem vorher genutzten CAM-System so nicht möglich und hat viel Zeit gekostet – so sind wir dank VISI heute bei gut 90 Prozent unserer Elektroden deutlich schneller geworden.“

Vor 30 Jahren übernahm Bernd Lindecke einen 1962 gegründeten Gravur-Betrieb, der aber auch Werkzeuge gebaut hat. Bereits damals entschied er, sich auf die Automobilindustrie zu fokussieren, was bis heute gilt. So gehören denn auch klangvolle Namen wie Audi, BMW, Daimler oder VW zu den Referenzkunden. Zu seiner Kernkompetenz zählt der im lippischen Bad Salzuflen beheimatete Werkzeugbau „das, was alle anderen nicht können.“ Die aktuell 38 Mitarbeiter fertigen und mustern jährlich zwischen 25 und 50 bis zu 15 Tonnen schwere Spritzgießwerkzeuge, darunter auch Prototypenwerkzeuge. Das sind 1K- und 2K-Werkzeuge, die unter anderem für das Dünnwandspritzen konzipiert und oft mit Heißkanälen und Mehrfachschiebern ausgerüstet sind. Also Werkzeuge mit hohem technischen Aufwand, die auf einer eigenen Spritzgießmaschine getestet und optimiert werden. Das machen viele andere natürlich auch, weshalb die Spezialität der Westfalen vor allem Werkzeuge für Lautsprecherabdeckungen aus Kunststoff sind.

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www.lindecke.de

 

Know-how-intensiv: 2K-Werkzeuge zum Spritzen von Lautsprecherabdeckungen. (Foto: Mecadat/Bernd Lindecke Werkzeugbau)