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Polymer-Technik Elbe: Direktantriebe für Walzwerke

Dieser PR-Bericht wird Ihnen bereitgestellt von Bosch Rexroth AG.

Der Hersteller von Gummimischungen setzt für seine Walzwerke auf die hydraulischen Hägglunds-Antriebssysteme von Bosch Rexroth. Vorteile liegen in der geschlossenen Bauweise sowie einem schnellen Notstopp.

Die Polymer-Technik Elbe GmbH (PTE) mit Sitz in Wittenberg ist ein führender Hersteller von Gummimischungen für den Automobilbau, das Bauwesen, die Medizintechnik und andere Branchen. Mit Standorten in Frankreich, China und Mexiko und den Hägglunds-Direktantrieben von Bosch Rexroth, Lohr am Main, ist das Unternehmen in einem sich wandelnden globalen Markt gut aufgestellt.

Während der Internationalen Elastomer-Konferenz 2019 in der US-Stadt Cleveland, Ohio, erhielt PTE-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Keil einen beunruhigenden Telefonanruf aus dem kürzlich eröffneten Werk des Unternehmens in Mexiko. „Aufgrund eines Stromversorgungsproblems war die Hauptverteilung ausgefallen und wir brauchten ein Ersatzteil für die Spider-Steuerung unserer Hägglunds-Antriebssysteme“, erinnert sich Keil. „50 Prozent unserer Produktionskapazität waren ausgefallen. Das war höhere Gewalt, wir konnten unseren Kundenzusagen nicht nachkommen.“
Mit dem Wissen, dass Bosch Rexroth ebenfalls auf der Messe vertreten war, besuchte Keil den Stand des Antriebslieferanten, dessen Mitarbeiter ihm eine Lösung zusagten. In weniger als 24 Stunden wurde das Bauteil nach Cleveland geliefert und von dort weiter nach Mexiko geflogen.

„In großen Unternehmen gibt es viele Vorgaben, dennoch haben diese Mitarbeiter unbürokratisch geholfen“, sagt Keil. „Dank diesem großartigen Service konnten wir die durch höhere Gewalt bedingte Situation auf nur zwei Wochen begrenzen, unglaublich. In dem Zusammenhang kann man wirklich von einer Minimierung von Ausfallzeiten sprechen.“

Entscheidende Vorteile in der Fabrikhalle

Seit mehr als 25 Jahren setzt PTE Hägglunds Antriebssysteme ein und verfügt heute über fast 50 Stück. (Foto: Bosch Rexroth AG)

Seit mehr als 25 Jahren setzt PTE Hägglunds Antriebssysteme ein und verfügt heute über fast 50 Stück. (Foto: Bosch Rexroth AG)

Seit mehr als 25 Jahren setzt PTE Hägglunds-Antriebssysteme ein und verfügt heute über fast 50 Stück. Sie sind heute ein wesentlicher Bestandteil der Produktion. Keil war sowohl von der Flexibilität des Hägglunds-Teams in Cleveland als auch von den Antriebssystemen begeistert. „Im Hinblick auf Auslegung und Konstruktion sind die hydraulischen Antriebssysteme sehr flexibel“, so Keil. „Man hat einen Schrank und Pumpen, der Motor ist direkt auf der Welle montiert. Diese sehr kompakte Konstruktion ist ein starker Vorteil. Sie hilft uns, Platz zu sparen und eine bessere Arbeitsumgebung für die Bediener zu schaffen.“

Keil weist darauf hin, dass die Fertigungsumgebung staubig, heiß und laut sein kann. Die geschlossene Bauweise und die geringe Geräuschentwicklung der Hägglunds-Antriebe reduzieren diese Aspekte und machen die Arbeit angenehmer. Vor allem aber lobt Keil die Drehmomentfähigkeit und die branchenweit führende Sicherheit der Antriebe.

„Nach einem Stopp können wir dank des hohen Drehmoments mühelos von Null auf Mischgeschwindigkeit gehen“, erklärt Keil. „Aber die Notstopp-Funktion bei Walzwerken ist die prägnanteste Eigenschaft, weil sie diese Arbeitsplätze wirklich sicher macht. In einer Notsituation können wir die Walzwerke sofort stoppen – in nur ein oder zwei Zentimetern. Mit einem elektromechanischen Antrieb und Schalter wäre diese Art von Präzision schlichtweg nicht möglich.“

Mit der Notstopp-Funktion von Bosch Rexroth können die Walzwerke in einer Notsituation sofort stoppen. (Foto: Bosch Rexroth AG)

Mit der Notstopp-Funktion von Bosch Rexroth können die Walzwerke in einer Notsituation sofort stoppen. (Foto: Bosch Rexroth AG)

Ein weltweiter Vorteil

Schnelligkeit und Flexibilität sind wichtig bei Anlagen von PTE, aber auch für deren Geschäftsmodell, zumal Unsicherheiten im Automobilsektor auch Fragen für die gesamte Gummiindustrie aufwerfen. Die Expansion des Unternehmens nach Frankreich, China und Mexiko war daher von strategischer Bedeutung und bot Möglichkeiten zur Sicherung der Rentabilität des Unternehmens. „Wir unterstützen die Kautschukindustrie. Unser Erfolg hängt davon ab, wie sich die Branche entwickelt. Weltweit tätig zu werden, war für uns die richtige Entscheidung. Selbst als kleiner Akteur bietet uns die Arbeit in verschiedenen Regionen Beschaffungsvorteile und Flexibilität für das, was die Zukunft bringt. Mexiko war zum Beispiel 2019 unser wichtigster Markt“, sagt Keil. An jedem Standort, an dem PTE tätig ist, sind Hägglunds-Antriebssysteme ein fester Bestandteil. „Bei PTE haben wir sehr standardisierte nachgeschaltete Anlagen“, sagt Keil. „Die Hägglunds-Antriebstechnik gehört zu diesem Standard und das steht auch nicht zur Diskussion.“

Die Anforderungen von morgen erfüllen

Allerdings hat PTE bei seinen ersten Walzwerken in China zunächst andere Antriebssysteme erprobt. Diese Erfahrung möchte Keil aber nicht wiederholen. „Der Start in Wuxi war ein großes Risiko unter hohem Kostendruck, daher haben wir uns zunächst entschieden, dort keine Hydraulik einzusetzen“, erklärt er. „Rückblickend betrachtet war das ein Fehler. Elektromechanische Antriebe benötigen viel mehr Platz, verursachen mehr Lärm und erfordern weitaus häufiger eine Wartung. Trotzdem liefern sie weniger Drehmoment. Die hydraulische Antriebstechnik bietet hingegen viele Vorteile, auf die wir nicht verzichten möchten.“

Da sich PTE neuen Aufgaben stellt, darunter strengeren CO2-Vorschriften und Forderungen nach einer Reduzierung des Energieverbrauchs, werden Hägglunds-Antriebe laut Keil ein Teil des Erfolgsrezepts von PTE bleiben.

„Wir haben seit 1993 stark in Hägglunds-Antriebe investiert”, sagt Keil. „Wir glauben an Qualität und Technologie. Die Installation modernster Geräte ist für uns nach wie vor ein wichtiger Grundsatz. Wir arbeiten derzeit an verschiedenen Wachstumsstrategien, die sich auf die Technologie und den technischen Kundendienst stützen werden. Wir werden sehen, was die Entwicklung der Antriebstechnik in den kommenden Jahren mit sich bringt“, so Keil.

www.polymertechnik.com
www.boschrexroth.com