Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Illig: Premiere für große Bechermaschine

Die neue große IC-RDM 76K wurde erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. (Foto: Illig)

Die neue große IC-RDM 76K wurde erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. (Foto: Illig)

Zu seiner diesjährigen RDM-K-Hausmesse unter dem Motto „World of Cups 2015“ konnte der Thermoformmaschinenhersteller Illig Maschinenbau GmbH Co. KG, Heilbronn, nahezu 200 Teilnehmer aus dem gesamten europäischen Wirtschaftsraum und sogar aus Südamerika und aus Indien in Heilbronn begrüßen. Auf dem Programm standen Vorträge zur neuesten Technik bei Druckluftformautomaten der Baureihen RDM-K für kombiniertes Formen und Stanzen, ergänzt durch Maschinenvorführungen mit diversen Praxisbeispielen. Gezeigt wurde auf insgesamt sechs Hochleistungsthermoformern neuester Bauart die Serienproduktion von Anwendungen unterschiedlichster Form und Größe. Besonderes Interesse der Teilnehmer galt dabei zwei Exponaten: der erstmals öffentlich vorgestellten, neuen großen IC-RDM 76K sowie einer IC-RDM 70K, verkettet mit der neu entwickelten IML-T-Einheit RDML 70b.

Auf der neuen, großen IC-RDM 76K entstanden aus PP mit einem 60-fach-Werkzeug Siegelrandbecher mit einem Durchmesser von 75 mm, Höhe 100 mm – stündlich rund 126.000 Becher. Ein wesentlicher Unterschied zu der etablierten, mit einer Formfläche von 700 mm x 450 mm bislang bereits „großen“ IC-RDM 75K ist die nochmals größere Formfläche (760 mm x 530 mm), der die IC-RDM 76K ihre höhere Produktivität verdankt. Neu ist auch der Untertisch in Leichtbauweise, wodurch die Bewegungszeiten trotz der vergrößerten Formfläche unverändert hoch sind, wie bei der IC-RDM 75K. In Verbindung mit einem neuartigen Getriebe für den Hauptantrieb werden sehr präzise Bewegungsabläufe mit zugleich sehr hoher Laufruhe erzielt, was nicht zuletzt auch zu einer Verlängerung der Werkzeuglebensdauer führt. Grundeinstellungsberechnung für alle Heizungs- und Maschinenparameter, Prozess-Überwachung zur Erkennung von eventuellem Folienabriss, Prozessdaten-Visualisierung zur Analyse und Optimierung des Thermoformprozesses, optimierter Werkzeugwechsel u.v.a.m. sind weitere Leistungsmerkmale, die der IC-RDM 76K eine sehr hohe Produktivität bei zugleich hoher Prozessstabilität und hoher Produktqualität verleihen.

Demonstriert wurde auch das IML-T-Dekorieren. (Foto: Illig)

Demonstriert wurde auch das IML-T-Dekorieren. (Foto: Illig)

Auf der Produktionslinie IC-RDM 70K mit RDML 70b, Formfläche 680 mm x 300 mm, entstanden mit einem 18-fach-Werkzeug dekorierte Rechteck-Becher aus Polypropylen: bei 16 Takten/min pro Stunde 17.280 Becher, direkt beim Formen auf allen vier Seitenwänden und auf dem Becherboden in brillanter Fotoqualität dekoriert. Hierzu entnimmt eine speziell konzipierte IML-Einheit die mit dem Motiv bedruckten Zuschnitte (Label) aus einem Magazin und legt sie in die Kavitäten des Werkzeugs in der Formstation des Thermoformers ein. Beim anschließenden Formen der Folie verbindet sich das Label konturgenau und dauerhaft mit der Formteilwand. Ein besonderer Vorteil der IML-T-Technik ist die große Dekorfläche, die u.a. auch für die neue gesetzliche Kennzeichnungspflicht nutzbar ist. Zusätzlich kann das Etikett – je nach Geometrie und Beschaffenheit – sogar zur Steifigkeitserhöhung der Verpackung beitragen. Hierdurch lässt sich dann die Dicke der eingesetzten Verpackungsfolie reduzieren (Materialkosteneinsparung) und dennoch die geforderte Top Load der Packung einhalten. Ein weiterer Vorteil der von Illig entwickelten IML-T-Technik ist, dass sich jede Kavität des Formwerkzeugs mit einem individuell bedruckten Etikett bestücken lässt und auch ein Produktwechsel schnell und ohne großen Aufwand vorgenommen werden kann. Verarbeiten lassen sich Label aus allen gängigen Materialien, von PS über PP bis zu Papier-Label.

www.illig.de

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