Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Illig: Rundum glatt mit neuer Durchfallstanze

links: Eine IC-RDKP 72 im Verbund mit der neuen Durchfallstanze STAL 90; rechts: Einlauf des Folienbands mit den Formteilen über den Hilfstransport in die Stanzstation. (Fotos: Illig)

links: Eine IC-RDKP 72 im Verbund mit der neuen Durchfallstanze STAL 90; rechts: Einlauf des Folienbands mit den Formteilen über den Hilfstransport in die Stanzstation. (Fotos: Illig)

Die neue Durchfallstanze STAL 90 der Illig Maschinenbau GmbH & Co. KG, Heilbronn, ist als Nachfolgegeneration der bisherigen STAL 80 bzw. 80b eine komplette Neuentwicklung, ausgestattet mit durchgängig servomotorischen Antrieben. Als universelle Durchfallstanze in horizontaler Bauart mit robustem, störungsfreiem Rakelvorschub konzipiert, kann sie hinter jedem Formautomat eingesetzt werden, der ein kontinuierlich geformtes Folienband produziert.

Diese Stanzen-Bauart kommt immer dann zum Einsatz, wenn Formteile mit durchgängig glattem Rand gewünscht sind, also ohne die randseitig sonst unvermeidbaren Haltenoppen. Mit der neuen, liegenden Stanze STAL 90 ist dies möglich, da sie mit Scherschnittwerkzeugen arbeitet: Die Formteile werden aus dem Folienband komplett ausgestanzt und anschließend sofort gestapelt. Die STAL 90 ist IC-fähig, sodass sich auch hier das von Illig entwickelte Bedienkonzept Intelligent Control Concept (IC) bei Kombination mit einem IC-Thermoformer nutzen lässt. Die Stanze zeichnet sich durch hohe Laufruhe und dadurch lange Werkzeugstandzeiten aus. Auch Bestandswerkzeuge des Vorgängers STAL 80 sind hierauf weiterhin nutzbar.

Die aus der Formstation ausgeschleuste Folienbahn mit den Formteilen gelangt über einen Hilfstransport in die nachfolgende STAL 90. Beim erstmaligen Anfahren der Anlage wird das Folienband manuell über diesen Hilfstransport zu einem Führungsrahmen transportiert und dort eingefädelt – alle weiteren Abläufe erfolgen dann automatisch. Bei einem Maschinen-Stopp verbleibt das Endstück des Folienbands in der Stanzstation – beim erneuten Anfahren der Anlage kann das neue Band dort angeklebt oder zusammengesteckt werden. Diesen Überlappungsbereich erkennt die Stanzstation automatisch und spart ihn beim Stanzen aus. Die ausgetrennten Formteile werden mit dem Schnittstempel in die Schnittplatte (Werkzeug-Matrize) geschoben. In den nachfolgenden Stapelrinnen ergeben sich gezählte Stapellängen mit beliebig wählbarer Formteilanzahl, die dann verpackt werden können.

Die STAL 90 arbeitet vollautomatisch im Stop-and-Go-Betrieb, orientiert am Ausstoß der vorgeschalteten Formstation. Hierzu erfolgt die Steuerung der Taktzahl der Stanze über die Folienbandschlaufe zwischen Formautomat und Stanze, überwacht mit zwei Laser-Lichtschranken. Ist die untere Lichtschranke belegt, so arbeitet die Stanze mit höherer Taktzahl, da der Schlaufenvorrat zu groß ist. Wird die untere Lichtschranke frei, so läuft die Stanze mit geringfügig reduzierter Taktzahl. Nach Durchlaufen der oberen Lichtschranke stoppt die Stanze, da dann Folienmangel vorliegt. Wird die obere Lichtschranke durch nachfolgendes Material erneut aktiviert, startet die Stanze nach einer einstellbaren Verzögerungszeit wieder automatisch. Im Anfahrbetrieb arbeitet die Stanze mit bis zu 165 Takten pro Minute, im Produktionsbetrieb mit bis zu 145 Takten pro Minute.

Die Stanzgeschwindigkeit kann an der STAL 90 in gewissen Grenzen unabhängig von der Durchschnitts-Taktzahl eingestellt werden. Eine hohe Schnittgeschwindigkeit sorgt bei Scherschnitten für eine hohe Schnittqualität, eine kleinere ermöglicht eine bessere Formteilzentrierung durch Werkzeugeinsätze. Optional lässt sich die Stanze mit einem variablen Stanzhub ausrüsten. Bei Bedarf sind dann statt der zuvor lediglich realisierbaren 240 mm auch 200 mm und 160 mm Hub einstellbar, wodurch bei einem kleineren Stanzhub gleichzeitig eine höhere Taktzahl erreicht werden kann. Mit dieser Option sind sämtliche Werkzeughöhen der Vorgängergeneration STAL 80 bzw. STAL 80b einsetzbar.
Qualität und umfassendem globalen Service.

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