Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Kiefel: Vakuumthermoform-Anlagen für komplexe Instrumententafeln

In-Mould-Graining (IMG) Vakuumthermoformanlage KLV-Z zum Kaschieren von Instrumententafeln. (Foto: Kiefel)

In-Mould-Graining (IMG) Vakuumthermoformanlage KLV-Z zum Kaschieren von Instrumententafeln. (Foto: Kiefel)

Die Kiefel GmbH, Freilassing, hat eine neue Generation von Vakuumthermoform-Anlagen zur Produktion von Instrumententafeln in den Markt eingeführt.

Autos werden nicht nur immer besser, sondern auch hochwertiger gestaltet – besonders der Innenraum muss überzeugen und rückt zunehmend als kaufentscheidendes Kriterium in den Fokus der Käufer. Bei Optik und Haptik wird mit vielen technologischen Kunststücken gearbeitet, dabei punkten vor allem High-Tech-Cockpits mit eleganten lederartigen Instrumententafeln. Insbesondere das In-Mold-Graining-Verfahren (IMG) – entweder als IMG-kaschierte Ausführung auf ein Trägerteil oder als hinterschäumte IMG-Formhaut ausgeführt – erfreut sich bei Fahrzeugen der jüngsten Generationen wachsender Beliebtheit und erzeugt wertige Oberflächen bei homogener Struktur sowie guter Haptik.

Kiefel – seit Jahrzehnten Spezialist für hochwertige Auto-Interieurs – hat die aktuellen Anforderungen aufgegriffen und in einer neuen Maschinenkonstruktion umgesetzt. „Beide Maschinen sind von der Formfläche her identisch. Der Unterschied liegt darin, dass die eine explizit für die Verarbeitung von Folienrollenmaterial ausgelegt ist, die andere hingegen erstellt Folienzuschnitte aus dem angelieferten Folienrollenmaterial. Auch die Verwendung von bereits vorgefertigten Zuschnitten ist möglich“, erläutert Wolfgang Eglseer, Vertriebsleiter Automobilindustrie bei Kiefel.

Das In-Mold-Graining-Verfahren (IMG) führt auch bei ausgeprägter Dreidimensionalität zu gleichmäßig gestalteten Oberflächen. Die gewünschte Narbung wird erst im Thermoformprozess auf die jeweilige Oberfläche gebracht. Alle wesentlichen Maschinenantriebe der neuen Vakuum- Thermoformanlagen sind servomotorisch und somit energieeffizient. Der Maschinenuntertisch ist als servomotorischer Schwenktisch mit einem Schwenkwinkel in Schritten von 7,5° bis maximal 90° ausgeführt und bietet eine gute Bedienergonomie unter Berücksichtigung der jeweiligen Personengröße.

Die große Formfläche ermöglicht die Produktion von jeweils zwei Instrumententafeln gleichzeitig. „Der Output im Drei-Schichtbetrieb kann nun bis zu 2.000 Tafeln täglich betragen“, betont Eglseer, „außerdem können aufgrund der neuen Dimensionierung auch besonders hohe Instrumententafeln hergestellt werden.“

Ergänzen lässt sich die neue Anlage mit einem automatischen Werkzeugschnellwechsler. Damit reduzieren sich Nebenzeiten und die Produktivität wird verbessert. Die Vorbereitung des Werkzeugwechsels erfolgt parallel zur laufenden Produktion, der Wechsel selbst ist in wenigen Minuten realisiert.

Der Erfolg der neuen Kiefel-Maschinen zeichnet sich bereits ab: Während die ersten Anlagen im November 2015 und Januar 2016 ausgeliefert wurden, folgten weitere Bestellungen aus der ganzen Welt und konnten bereits ausgeliefert werden.

www.kiefel.de

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