Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

KraussMaffei: Flexible Lösungen für Bahnware

Die Rotationspresse Auma sorgt für gleichbleibende Produktionsbedingungen: Temperatur, Druck und Verweilzeit. (Foto: KraussMaffei)

Die Rotationspresse Auma sorgt für gleichbleibende Produktionsbedingungen: Temperatur, Druck und Verweilzeit. (Foto: KraussMaffei)

Als Pionier in der Herstellung kontinuierlicher Rotationspressen bringt KraussMaffei, Hannover, eine komplette Neuentwicklung der Auma auf den Markt. Die kontinuierliche Vulkanisation von Kautschukbahnen ist hier sicherlich die bekannteste Anwendung, aber längst nicht die einzige. Verbundstoffe aus Kunststoff und Textil für Dachbahnen oder Fußbodenbeläge herzustellen ist genauso möglich wie das Verschweißen, Prägen oder Laminieren von Kunststofffolien. Das Arbeitsprinzip der kontinuierlich arbeitenden Rotationspresse ist für vielfältige Anwendungen geeignet.

Hauptvorteile ihrer Arbeitsweise gegenüber der einer diskontinuierlich arbeitenden Plattenpresse sind die gleichbleibenden Produktionsbedingungen. Temperatur, Druck und Verweilzeit in der Auma sind konstant und so kommt es weder zu Qualitätsschwankungen des Produktes noch zu Unebenheiten oder unerwünschten Übergangsstellen. Daher hat sich die Auma im Dickenbereich zwischen 0,5 und 20 mm einen festen Platz im Markt erobert.

Modularisierte Lösung

Die neuen Baureihe der Auma umfasst vier Modellen mit Trommeldurchmessern von 60, 100, 150 und 200 cm. (Foto: KraussMaffei)

Die neuen Baureihe der Auma umfasst vier Modellen mit Trommeldurchmessern von 60, 100, 150 und 200 cm. (Foto: KraussMaffei)

Mit der neuen Baureihe der Auma, die aus vier Modellen mit Trommeldurchmessern von 60, 100, 150 und 200 cm besteht, bringt KraussMaffei eine modularisierte Maschinenlösung auf den Markt. Grundsätzlich ist jedes der vier Maschinenmodelle in drei Arbeitsbreiten zwischen 1,3 und 2,5 m sowie mit zwei Bandausführungen erhältlich. Speziell für druckempfindliche Materialbahnen oder dünne Materialien bietet KraussMaffei seinen Kunden ein gummiertes Stahlbandgeflecht an, ansonsten kommt ein Stahlband zum Einsatz.

Der Temperaturbereich, in dem jede Auma arbeitet, liegt zwischen 80 und 220 °C. Die neue Baureihe kann in einer Sonderausführung für Prozesstemperaturen von bis zu 340 °C erweitert werden. Die Temperaturverteilung über die Breite der Heizwalze sowie eine optionale Temperaturkontrolle sorgen für hohe Genauigkeit und Konstanz im Produktionsprozess bei einer gleichzeitigen Reduktion des Gesamtenergiebedarfs. Ein weiterer Pluspunkt bei den Baugrößen 60 und 100 cm ist die Erhöhung der Prozessdrücke auf 10 bar. Die beiden größeren Maschinen arbeiten weiterhin mit einem Druck von 8 und 6 bar.

Wartung vereinfacht

Janina Roesch, Application Owner Flat & Foam Products bei KraussMaffei, erläutert, warum die Technologie einfach zu warten ist: „Die Kernkomponenten der Auma sind eine Heiztrommel, drei Umlenkwalzen sowie ein Druckband. Letzteres umschlingt die Heiztrommel auf dem größten Teil ihres Umfangs und presst – während es unter einer hohen Zugspannung steht – das zu vulkanisierende, zu verschweißende oder zu verpressende Material gegen die Heiztrommel. Dank der einfachen Zugänglichkeit von Heiztrommel und Umlenkwalzen ist der Tausch eines ermüdeten Bandes völlig unkompliziert und in kurzer Zeit durchführbar. Stabiler Betrieb, lange Serviceintervalle, reduzierte Stillstandzeiten und kostengünstige Ersatzteile sorgen für eine hohe Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus.“

Mit der Software, die wahlweise in einer Basic- oder Advanced-Version für die Auma erhältlich ist, sind sowohl die Datenaufzeichnung als auch das Qualitätsmanagement sowie die Anbindung an Schnittstellen von Up- und Downstream-Equipment möglich.

„Unser kleinstes Modell mit einem Heiztrommel-Durchmesser von 60 cm ist ideal für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben geeignet und steht bei uns im Technikum für Kundenversuche zur Verfügung“, sagt Roesch.

www.kraussmaffei.com

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