14.07.2023
Polykemi/Hexpol TPE

Kooperation für geringeren Fußabdruck

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Lesedauer: 3 Minuten.

Für die Entwicklung eines 2K-Spritzgussteils haben die beiden schwedischen Compoundeure verschiedene Materialkombinationen unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien wie CO2-Fußabdruck und Recyclingfähigkeit geprüft.

Bei der Gestaltung von Konsumgütern kann die Wahl des Materials eine komplizierte Aufgabe sein. Es sind viele Eigenschaften abzuwägen, und die Wahl wird noch komplexer, wenn die Grundsätze des Öko-Designs berücksichtigt werden sollen. Die Auswahl von zwei Materialien für ein 2K-Teil bedeutet nicht eine Verdoppelung der Schwierigkeit, sondern eine Quadratur des Kreises. Um bei dieser Entscheidung zu unterstützen, haben Hexpol TPE und Polykemi zusammengearbeitet, um Kombinationen basierend auf Eigenschaften und Nachhaltigkeitszielen zu ermöglichen.

Henrik Palokangas (l.), Nachhaltigkeitsspezialist bei Polykemi, und Klas Dannäs, sustainability director bei Hexpol TPE. (Foto: Polykemi)

Henrik Palokangas (l.), Nachhaltigkeitsspezialist bei Polykemi, und Klas Dannäs, sustainability director bei Hexpol TPE. (Foto: Polykemi)

Um die Möglichkeiten zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks von Produkten sowie die Erhöhung der Recyclingfähigkeit und die Optimierung der Haftung aufzuzeigen, trifft Materialsmart von Polykemi auf Sustainable Materials Lab von Hexpol TPE, um dann schlussendlich bereits erprobte Lösungen vorschlagen zu können.

„Bei der Dekarbonisierung ist es wichtig, fundierte Entscheidung zu treffen, und der erste Schritt auf diesem Weg ist es, die Konsequenzen deutlich zu machen“, sagt Henrik Palokangas, Nachhaltigkeitsspezialist bei Polykemi.

Materialkombinationen zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks

Hexpol TPE und Polykemi haben umfangreiche Arbeiten im Bereich der Nachhaltigkeit durchgeführt, die es den Unternehmen ermöglichen, Cradle-to-Gate Product Carbon Footprints (PCF) zu erstellen und das Global Warming Potential (GWP) pro kg Material zu berechnen.

Die PCF-Daten zeigen, dass die Umstellung von einer Kombination aus fossilbasiertem ABS von Polykemi, das mit einem fossilbasierten TPE von Hexpol TPE umspritzt wird, auf ein recyceltes PP und TPE mit bio-zirkulärem Anteil zu einer 77-prozentigen Reduzierung von CO2e führen kann. Diese Kombination kann auch bei der Betrachtung von End-of-Life- und Recycling-Kompatibilität Vorteile bringen.

Die Herausforderungen bei der Materialauswahl für ein 2K-Teil können durch die Materialkombinationen in der Kooperation zwischen Polykemi und Hexpol TPE erleichtert werden. (Abb.: Polykemi)

Die Herausforderungen bei der Materialauswahl für ein 2K-Teil können durch die Materialkombinationen in der Kooperation zwischen Polykemi und Hexpol TPE erleichtert werden. (Abb.: Polykemi)

Es wurden auch Kombinationen von mechanisch recyceltem ABS mit bio-zirkulärem TPE getestet, die im Vergleich zu den vollständig auf fossilen Rohstoffen basierenden Äquivalenten eine CO2e-Reduzierung von 57 % ergaben. Das TPE hat über das Massenbilanzprinzip einen bio-zirkulären Anteil von Rohstoffen der zweiten Generation.

„Um echte Veränderungen herbeizuführen und den notwendigen Wandel in der Kunststoffindustrie zu erreichen, müssen wir zusammenarbeiten. Bei diesem Projekt geht es darum, unser gemeinsames Know-how zu nutzen, um Kombinationen mit einem möglichst geringen C02 -Fußabdruck und der höchsten Recyclingfähigkeit zu ermöglichen. Gleichzeitig können wir die Haftfestigkeit und Langlebigkeit der Materialien gewährleisten“, sagt Klas Dannäs, sustainability director bei Hexpol TPE.

www.hexpolTPE.com
www.polykemi.com

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