12.10.2015
Ökoplast

Kleinteile aus Duroplast

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Lesedauer: 3 Minuten.

Die Anforderungen, die heute an viele Kunststoffteile geknüpft sind, erfordern speziell eingestellte Materialien. Standardwerkstoffe werden modifiziert, für nachhaltige Produkte sind biobasierte und bioabbaubare Polymere gefragt. Bei kleinen Bauteilen geht es […]

MW injection 50 – die in Mittweida entwickelte Spritzgießmaschine für Klein- und Mikroteile ist vielseitig einsetzbar. (Foto: Ökoplast)

MW injection 50 – die in Mittweida entwickelte Spritzgießmaschine für Klein- und Mikroteile ist vielseitig einsetzbar. (Foto: Ökoplast)

Die Anforderungen, die heute an viele Kunststoffteile geknüpft sind, erfordern speziell eingestellte Materialien. Standardwerkstoffe werden modifiziert, für nachhaltige Produkte sind biobasierte und bioabbaubare Polymere gefragt. Bei kleinen Bauteilen geht es neben einer hohen Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit oft um ästhetisch anspruchsvolle, kratzfeste Oberflächen. Dieses Eigenschaftsprofil führt dazu, dass Duroplaste wieder häufiger eingesetzt werden, denn sie sind zu vergleichsweise günstigen Preisen zu haben.

In einem vom Bundesministerium für Wirtschaft geförderten Kooperationsprojekt hat die Ökoplast GmbH, Mittweida, deshalb gemeinsam mit der Hochschule Mittweida eine Vorrichtung zum Spritzgießen von Kleinteilen aus Duroplast entwickelt. Bei der Auslegung der Duroplast-Einheit wurde ein maximales Schussgewicht von zwei Gramm und eine Verweilzeit des Materials von höchstens fünf Spritzzyklen angestrebt. Um ein problemloses Einzugs- und Förderverhalten der Duroplast-Masse zu gewährleisten, wurde mit einem Schneckendurchmesser von 15 mm gearbeitet und der Einzug Contact, eine Entwicklung des Schwesterunternehmens CKT Kunststoffverarbeitungstechnik GmbH, Chemnitz, berücksichtigt.

Die eingesetzte, zum Patent angemeldete Rückstromsperre besteht nur aus einem einzigen Bauteil und verhindert das Zurückfließen der Masse in die Schneckengänge während des Einspritzens durch Abbau der Druckdifferenz. Für die Temperierung des Zylinders wurden im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen die Temperierkanäle in den Zylinder-Außendurchmesser gefräst, der Fließkanal wurde optimiert, die Oberfläche für den Wärmeübergang vergrößert.

Die MW injection 50 wurde mit der für die Duroplastverarbeitung ausgelegten Plastifiziereinheit ausgerüstet und steht für Musterungen zur Verfügung. Nach wie vor kann die Maschine auch mit Schneckenkolben zur Verarbeitung von Thermoplasten eingesetzt werden. Die Spritzgießmaschine für Klein- und Mikroteile, ebenfalls eine Entwicklung von CKT Kunststoffverarbeitung, Ökoplast und Hochschule Mittweida, gibt es als Standard- und als Vier-Stationen-Ausführung, auch eine 2K-Baugruppe ist verfügbar.

Bei CKT und Ökoplast tragen durch Land und Bund geförderte Entwicklungsprojekte wesentlich dazu bei, dass die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden kann. Partnerschaftliche Beziehungen zwischen Kunststoffverarbeitern, Kunden, Lieferanten und wissenschaftlichen Einrichtungen sind auch in Zukunft eine wichtige Basis für die Lösung der komplexen Aufgaben. 2015 feiern die Mittweidaer Unternehmen ihr 25- bzw. 20-jähriges Firmenjubiläum. Während CKT schwerpunktmäßig Kunststofftechnik entwickelt, steht bei Ökoplast die Produktion von Kunststoffteilen im Vordergrund. Schwerpunkte sind dabei die Fertigung von Formteilen für Medizintechnik, Sensortechnik, Kommunikations- und Elektrotechnik. In kundenspezifischen Projekten erfolgt die Formteilentwicklung und Fertigung, z. B. die Entwicklung von Werkstückträgern für Wasch- und Transportanlagen.

www.oekoplast.de
www.ckt-gmbh.de
www.npc-plastic.de

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