Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Wacker Chemie: Flüssigsilicon für Kühlerdichtungen

Wasserkasten eines Autokühlers mit Silicondichtung aus Elastosil RT 728 (heller Strang). (Foto: Wacker)

Wasserkasten eines Autokühlers mit Silicondichtung aus Elastosil RT 728 (heller Strang). (Foto: Wacker)

Die Wacker Chemie AG, München, erweitert ihre Produktpalette um ein neues Flüssigsilicon für die Herstellung von Dichtungen für die Automobilindustrie. Formteile aus dem Silicon sind hitze- und kühlmittelbeständig und besitzen auch unter Dauerbelastung einen geringen Druckverformungsrest. Motorkühler und die Komponenten des Kühlsystems können auf diese Weise zuverlässig abgedichtet werden. Elastosil RT 728 – so der Name der neuen Silicontype – kann im Spritzguss verarbeitet oder mit Hilfe einer Dosieranlage direkt auf das abzudichtende Bauteil aufgetragen werden.

Elastosil RT 728 wurde in erster Linie zur Herstellung von medien- und temperaturresistenten Dichtungen für die Automobilindustrie entwickelt. Charakteristisch ist die hohe Kühlmittelbeständigkeit des Flüssigsilicons. Dichtungen aus diesem Material zeigen nach 1.000-stündiger Lagerung in 105 °C heißer Kühlflüssigkeit nicht mehr als 30 % Druckverformungsrest. Nach 1.000 Stunden bei 125 °C beträgt die bleibende Verformung im entspannten Zustand immer noch weniger als 65 %. Das hohe Rückstellvermögen des Elastomers sorgt für einen konstanten Anpressdruck und somit für optimale Dichtheit in der Nut. Zudem bleibt das Gesamteigenschaftsprofil von Elastosil RT 728 auch unter Langzeitbelastung praktisch unverändert. Vulkanisate aus dem neuen Flüssigsilicon erfüllen die Liefervorschriften führender Automobilhersteller für Dichtungen in der Motorkühlung.

Elastosil RT 728 erlaubt die kostengünstige Serienherstellung von Formteilen im Spritzguss. Das Flüssigsilicon kann aber auch mit Hilfe einer Dosieranlage direkt auf das abzudichtende Bauteil aufgetragen werden – ein Verfahren, das Automobilzulieferer bei der Herstellung von Zwei-Komponenten-Verbundbauteilen einsetzen. Das Material erfüllt hierfür alle wichtigen Voraussetzungen. Es lässt sich aufgrund seiner scherverdünnenden Eigenschaften in Dosieranlagen verarbeiten und ist selbsthaftend. Automobilzulieferer wie der Stuttgarter Mahle-Konzern nutzen das Produkt zur Herstellung von Kühlerkomponenten.

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