Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Asahi Kasei: Synthesekautschuk aus abfall- und biobasiertem Butadien

Der S-SBR aus nachhaltigem Butadien wird im Werk in Singapur hergestellt. (Foto: Asahi Kasei)

Der S-SBR aus nachhaltigem Butadien wird im Werk in Singapur hergestellt. (Foto: Asahi Kasei)

Der japanische Technologiekonzern Asahi Kasei will lösungspolymerisierten Styrol-Butadien-Kautschuk (S-SBR) mit auf Kunststoffabfällen und Biomasse basiertem Butadien herstellen. Die Planungen sehen vor, mit der Produktion und Vermarktung dieses S-SBR aus dem Werk Singapur bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 im März 2022 zu beginnen.

Bessere Kraftstoffeffizienz durch einen niedrigeren Rollwiderstand bei gleicher Sicherheit – diese Kombination macht S-SBR zu einem Material der Wahl für umweltfreundliche Reifen. S-SBR ist ein synthetischer Kautschuk, der hauptsächlich für leistungsstarke, effiziente und kraftstoffsparende Reifen verwendet wird. Asahi Kasei hat deshalb eine Vereinbarung mit Shell Eastern Petroleum Ltd. über die Lieferung von Butadien aus Kunststoffabfällen und Biomasse geschlossen.

Shell wird in Bukom, Singapur, das nachhaltige Butadien nach dem Massenbilanzverfahren auf zwei Arten herstellen. Beim ersten Verfahren wird aus Kunststoffabfällen in einem chemischen Prozess recyceltes Pyrolyseöl gewonnen und dem Naphtha-Cracker zugeführt; somit können wiederum Chemikalien hergestellt werden. Die zweite Methode verwendet Biomasse als Rohstoff für den Naphtha-Cracker. Asahi Kasei setzt nun nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen aus Kunststoffabfällen hergestelltes Butadien ein und verwendet als erste japanische Chemiefirma Butadien aus Biomasse für die S-SBR-Produktion.

www.asahi-kasei.eu